LEI (Legal Entity Identifier) für Stiftungen

Ab dem 3. Januar 2018 müssen institutionelle Investoren (also z. B. auch gemeinnützige Stiftungen), wenn sie Wertpapiere an Börsen handeln, über einen gültigen LEI (Legal Entity Identifier) verfügen.

Überarbeitung der EU-Richtlinie über Märkte in Finanzinstrumenten

Ab dem 3. Januar 2018 müssen institutionelle Investoren (also z. B. auch gemeinnützige Stiftungen), wenn sie Wertpapiere, wie z.B. Anleihen, Aktien, Derivate, ETF oder Fonds, an Börsen handeln, über einen gültigen LEI (Legal Entity Identifier) verfügen. Diese gesetzliche Änderung geht auf die Überarbeitung der europäischen Richtlinie über Märkte in Finanzinstrumenten (MiFID II) sowie die begleitende Verordnung (MiFIR) zurück.

Bei dem LEI handelt es sich um einen 20-stelligen alphanumerischen Code, durch den Anleger eindeutig identifiziert werden können. Bei jeder Transaktion, die eine Bank für den institutionellen Anleger ausführt, ist sie künftig verpflichtet, den LEI ihres Kunden der BaFin zu melden. Verfügt der Kunde ab Inkrafttreten der neuen Regelungen nicht über einen gültigen LEI kann die Bank das entsprechende Geschäft nicht tätigen.

Welche Gebühren fallen an?

Die Vergabe von LEI erfolgt durch sogenannte Local Operating Units (LOUs). Als internationale Vergabestellen in Deutschland sind beispielsweise der Bundesanzeiger Verlag, der WM Datenservice, die GS1 Germany GmbH oder die EQS Group anerkannt. Dabei fallen sowohl für die Erstbeantragung als auch für die jährliche Verlängerung Gebühren an, wobei die Preise je nach Anbieter etwas variieren. Durchschnittlich kostet eine Erstbeantragung rund 100 Euro und eine Verlängerung rund 80 Euro (zzgl. USt).

Rechtsberatung

Sie haben Fragen zu steuerlichen Vorteilen des Stiftens, zum Stiftungsrecht und Stiftungsmanagement? Wir beraten unsere Mitglieder von der Gründung bis hin zu allen Fragen der Stiftungsarbeit. 
Mehr lesen

Aktuelle Beiträge
Unsere Demokratie

„Wir haben uns etwas sagen zu lassen“

Als im Mai dieses Jahres der Afroamerikaner George Floyd von einem Polizisten getötet wurde, erklärte sich das Stadtmuseum Berlin als eine von wenigen Stiftungen in Deutschland offen solidarisch mit der weltweit aufkommenden #BlackLivesMatter-Bewegung. Im Gespräch erklären Direktor Paul Spies und Diversitäts-Agentin Idil Efe, wie sie ihr eigenes Haus bunter machen wollen.

Mehr
Next Philanthropy

Die Alle-an-einen-Tisch-Bringer

ProjectTogether zählt zu den innovativsten Initiativen der Zivilgesellschaft. Auch Stiftungen können beitragen – und mit jungen Ideen die eigene Wirkung potenzieren.

Mehr
Globales Engagement

Gemeinsam stärker in Europa und weltweit

Immer mehr Stiftungen denken globaler, tauschen grenzübergreifend Wissen aus, kooperieren bi- oder multinational.

Mehr

Mehr zum Thema

Stiftungsrecht
Reform des Stiftungsrechts

Meilenstein zur Stiftungsrechtsreform: Um diese Punkte geht es jetzt im parlamentarischen Verfahren

Der im Februar vorgelegte Regierungsentwurf zur Vereinheitlichung des Stiftungsrechts stellt deutliche Verbesserungen für kleine und große Stiftungen in Aussicht. Mit dem nun gestarteten parlamentarischen Verfahren rückt eine Verabschiedung in greifbare Nähe. Eine Verschiebung würde den Prozess um Jahre zurückwerfen.

Mehr
Pressemitteilungen

Bundesverband begrüßt Regierungsentwurf zur Stiftungsrechtsreform - und fordert nötige Nachbesserungen

Die dringend notwendige Reform des deutschen Stiftungsrechts rückt näher: Der Regierungsentwurf für das neue Gesetz hat gestern das Kabinett passiert. Der Bundesverband begrüßt die deutlichen Verbesserungen im Vergleich zum Referentenentwurf, fordert aber gleichzeitig nötige Nachbesserungen.

Mehr
Stiftungsrecht

Künstlersozialabgabe - das müssen Stiftungen und gemeinnützige Organisationen beachten

Nur sehr wenige gemeinnützige Organisationen sind von der Künstlersozialabgabe befreit. Seit der Verschärfung des Künstlersozialversicherungsgesetzes sind die Betriebsprüfungen durch die Deutsche Rentenversicherung deutlich intensiviert worden.

Mehr