Der Arbeitskreis Wissenschaft und Forschung bietet allen wissenschaftsfördernden Stiftungen ein Forum - unabhängig von Stiftungsvermögen, Größe oder Förderstrategie. Er möchte zur Vernetzung und zum informellen Austausch sowie zur Diskussion aktueller wissenschafts- und hochschulpolitischer Entwicklungen anregen. Regelmäßig stehen ganz konkrete Fragen der Wissenschaftsförderung auf dem Programm.
Die nächste Tagung des Arbeitskreises findet am 15.–16. Oktober 2026 in München statt. Gastgeberin ist in diesem Jahr die Carl Friedrich von Siemens Stiftung.
Wissenschaft unter Druck – Politische Resilienz in der Wissenschaftsförderung
Wissenschaftsfreiheit ist kein Naturgesetz, wie die Situation in autokratischen Systemen regelmäßig zeigt. Aber auch in demokratisch verfassten Gesellschaften gerät die Wissenschaft gegenwärtig unter enormen Druck. Politische Kräfte nutzen finanzielle und regulatorische Abhängigkeiten, um die Autonomie der Wissenschaft im Sinne der eigenen Agenda einzuschränken. Populistische Strömungen verbreiten wissenschaftsskeptische Positionen und diskreditieren ganze Forschungsfelder. Es kommt zu persönlichen Angriffen auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Viele Akteure des Wissenschaftssystems sind verunsichert und fragen sich, ob und wie sie sich gesellschaftlich noch einbringen sollten. Institutionen suchen nach Möglichkeiten, ihre Autonomie gegen Bedrohungen zu sichern.
Die Stärkung von politischer Resilienz ist damit auch ein zentrales Thema für Stiftungen, die sich für Wissenschaft und Forschung engagieren: Wie können sie die von ihnen geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schützen? Welche Maßnahmen können Stiftungen ergreifen, um wissenschaftliche Organisationen resilienter zu machen? Was kann passieren, wenn eine Stiftung öffentlich Stellung bezieht? Und wenn von Hochschulen gefordert wird, sie sollen sich politisch neutral verhalten, welche Auswirkungen hat das dann auf die Arbeit der Stiftungen?
In München möchten wir gemeinsam Antworten auf diese Fragen erarbeiten und diskutieren, welche Handlungsmöglichkeiten speziell wissenschaftsfördernde Stiftungen haben.
Mehr Informationen folgen in Kürze.
Für die Veranstaltungen des Arbeitskreises auf dem Deutschen Stiftungstag 2026 können Sie sich hier anmelden:
Dr. Cornelia Soetbeer Leiterin Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz und Internationale Förderung und Mitglied der Geschäftsleitung Deutsche Bundesstiftung Umwelt