Die Stiftung der Nationalmannschaft

Deutschlandfahne im Stadion
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Bild: Philipp Reinhard

Stiftungen bekannter Fußballspieler sind längst eine feste Größe im deutschen Stiftungswesen. Nun geht mit der Stiftung „Die Mannschaft“ eine neue Fußballstiftung an den Start, hinter der die gesamte Nationalmannschaft steht.

Manuel Neuer hat es getan, ebenso wie Toni Kroos oder Neven Subotić – sie alle sind nicht nur erfolgreiche Fußballspieler, sondern auch Stiftungsgründer. Die Manuel Neuer Kids Foundation betreibt ihre MANUS, offene Häuser für Kinder- und Jugendliche. Die Toni Kroos Stiftung unterstützt unter anderem Kinderhospize. Und die Neven Subotic Stiftung engagiert sich für sauberes Trinkwasser. Das sind nur drei Beispiele für einen Trend zur Stiftungsgründung, der unter Fußballern immer beliebter wird. 

Ein ganzes Team von Stiftungsgründern 

Das neueste Stiftungsprojekt des deutschen Fußballs sticht jedoch besonders heraus: Mit „Die Mannschaft“ tritt erstmals kein einzelner Fußballstar als Gründer auf, sondern ein ganzes Team. Die Initiative hierfür ging 2020 mitten in der Corona-Pandemie von dem Team hinter dem Team aus, d.h. vom Teammanager, Betreuern und Physiotherapeuten. Sie sind auch die eigentlichen Gründer der neuen Stiftung. Die Spieler selbst treten dagegen als Spender auf. Der Clou: Ebenso wie sich die Nationalmannschaft durch die stetig wechselnden Spieler verändert, ändern sich entsprechend auch die Spender der Stiftung. Damit wird es die auf Ewigkeit angelegte Stiftung solange geben, wie es eine deutsche Fußballnationalmannschaft gibt.  

Vorbildfunktion als Hebel  

„Natürlich haben wir eine Vorbildfunktion und erreichen als Nationalspieler vielleicht auch eine Zielgruppe, die nicht jeder erreicht. Wenn wir nicht gerade auf dem Fußballplatz stehen, haben wir die Aufgabe, uns anderweitig zu engagieren“, kommentierte der Nationalspieler Antonio Rüdiger die neue Stiftung. Eben dieser Hebel ist es, den die Fußballstiftungen anderen oft voraushaben: Durch die große Bekanntheit und die damit einhergehende überdurchschnittlich hohe Reichweite ihrer Persönlichkeiten können Fußballstiftungen eine ganze eigene Wirkung entfalten, die über das bloße bereitstellen von Geldern hinausgeht. So sind auch immer Vertreter des aktuellen Nationalteams im Stiftungsrat vertreten. Als Treuhandstiftung ist sie zudem unter dem Dach der DFB-Stiftung Egidius Braun angesiedelt. So kann die Stiftung von bereits vorhandenen Erfahrungen profitieren. 

In der Stiftungsarbeit fokussiert sich „Die Mannschaft“ vor allem auf Artikel 25 der UN-Menschenrechtscharta, der jedem Menschen das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard garantieren soll. Konkret ist die Stiftung in vielen verschiedenen Wirkungsbereichen aktiv, darunter beispielsweise Jugend- und Altenhilfe, Erziehung, Volks- und Berufsbildung oder Natur- und Umweltschutz. Erste Projekte konnten bereits abgeschlossen werden. Dazu zählen die Ausstattung von 500 Alten- und Pflegeheimen mit Laptops, damit die Bewohnerinnen und Bewohner auch in Pandemiezeiten mit ihren Familien in Kontakt treten konnten. Oder auch die Förderung der Initiative „AmpuKids“, die sich um die Bedürfnisse von Kindern kümmert, denen Körperteile fehlen. In Zukunft plant die Stiftung ihr Engagement weiter auszubauen. Die nächsten Projekte, die gemeinsam mit der Spendenplattform elevaide durchgeführt werden, stehen bereits in den Startlöchern.

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