Nachhaltig digital Arbeiten

Eine Übersicht mit Hinweisen und Empfehlungen zu klimaneutral arbeitenden Dienstleistern und Initiativen.

Unsere digitalisierte Arbeitswelt hat einen enormen Energiebedarf. Ob Clouddienst oder der eigene Server, Betrieb und Herstellung von Hardware, das Versenden von E-Mails und Chatten im Internet - alles das verschlingt Energie. Diese wird zu großen Teilen aus fossilen Brennstoffen gewonnen und hat daher eine miserable CO²-Bilanz. Dennoch gibt es Möglichkeiten, digitale Arbeit nachhaltig zu organisieren, ob bei sich zu Hause oder in Ihrer Stiftung.

Wir sammeln an dieser Stelle klimafreundliche Alternative, mit denen Sie Ihren CO²-Fußabdruck minimieren können. Mit keinem der nachfolgenden Anbieter haben wir Kooperationsverträge geschlossen, wie wir auch keinen Dienstleister explizit empfehlen. Vielmehr möchten wir Sie ermutigen, selbst nach passenden grünen Services Ausschau zu halten. Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen und helfen Sie uns dabei, diese Übersicht gemeinsam wachsen zu lassen.

Hosting, Cloud-Dienste und Server

Die wenigsten Organisationen kommen ohne die eine oder andere Form von Cloud- oder Webbasierten Diensten aus. Ob der Betrieb der Webseite, die eigene Cloud oder nur ein simpler Online-Backup, für alles benötigen Sie einen Server und Speicherplatz, deren Betrieb viel Energie verschlingt.

Viele Hosting-Anbieter bemühen sich klimaneutral zu arbeiten. So nutzt beispielsweise Hetzner Online für die Stromversorgung seiner deutschen Datazentren Strom aus 100 Prozent kohlendioxidfreier und umweltfreundlicher Wasserkraft. Auch Strato betreibt seine Rechenzentren mit Ökostrom aus 100 Prozent erneuerbarer Energie. Der Wordpress-Hoster Raidboxes bezeichnet sich selbst sogar als klimapositiv. Nur drei Beispiele von vielen.

Achten Sie bei der Auswahl eines Hosting- und Serveranbieters neben der Nutzung regenerativer Energien für die Stromversorgung der Rechenzentren auch darauf, wie transparent der Anbieter Angaben zur technischen Infrastruktur, zur Bauweise des Rechenzentrums oder zum Einsatz besonders effizienter Hardware macht. Je transparenter und innovativer, desto ernster nimmt es das Unternehmen mit dem Umweltschutz.

Smartphones und Mobilfunk

Dass die Herstellung eines Smartphones weder nachhaltig noch sozial verträglich ist, wird kaum jemanden überraschen. Besonders schwer wiegt, dass die Geräte kaum repariert werden können und viel zu schnell ersetzt werden. Eine gute Alternative ist das Fairphone, das nicht nur nachhaltiger und fair produziert wird, sondern auch leicht repariert werden kann. Beim Thema Mobilfunk wird es schon etwas schwerer. Doch mit WeTell gibt es einen Anbieter, der demnächst mit einem klimaneutralen Mobilfunkangebot starten will. Wir werden es im Blick behalten.

Hardware

Bei der Hardware haben wir gleich mehrere Hebel, die wir nutzen können, um nachhaltiger mit ihr zur arbeiten. Da insbesondere bei der Herstellung viel Energie verbraucht wird, empfiehlt es sich, sie möglichst lange einzusetzen. Für viele Anwendungen müssen es nicht die neusten Geräte sein, hier sind Gebrauchtgeräte eine gute Alternative. Bei Stifter helfen gibt es hochwertige und überprüfte Computer und andere Geräte zu fairen Preisen mit Garantie.

Daneben gibt es eine Reihe an sogenannten IT-Refurbishern, Unternehmen, die gebrauchte Elektrogeräte ankaufen, prüfen und wieder verkaufen. Hier ein Überblick:

AfB – Social & Green IT** ist eine gemeinnützige GmbH, gebrauchte Notebooks, PCs, Monitore und Smartphones wiederaufbereitet und verkauft. Zudem ist es ein Inklusionsunternehmen, 45 Prozent der Mitarbeitenden haben ein Handicap.

Weitere Refurbisher:

PreiswertePC.de

PCBilliger.de

ComputerMax.de

sims-it-shop.de

bb-net.de

Gebrauchtcomputer24.de

 

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Autor
Jörg Faber

Leiter Internet

Telefon (030) 89 79 47-23

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