Patenschaften und Mentoring

Praxishilfen für Patenschafts- und Mentoringprojekte in Stiftungen
Foto: Joshua Resnick - adobe.stock

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen unterstützt als Träger des Bundesprogramms "Menschen stärken Menschen – Chancenpatenschaften" Stiftungen bei der Konzeption und Umsetzung ihrer Mentoring- und Patenschaftsprojekte.

Praxishilfen für Patenschafts- und Mentoringprojekte in Stiftungen

Mentoring- und Patenschaftsprojekte gelten als besonders wirkungsvolle Instrumente für die Erhöhung der Teilhabechancen von Menschen in herausfordernden Lebenslagen.

Viele Stiftungen setzen in ihrer Projektarbeit deshalb auf diese ganz persönliche Unterstützung durch Ehrenamtliche und tragen so zur Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements, zu Austausch und Integration und zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts bei.

Um Projektstrukturen, Vernetzung und Wissenstransfer zu fördern, engagiert sich der Bundesverband als Träger des Bundesprogramms "Menschen stärken Menschen – Chancenpatenschaften" des BMFSFJ. Näheres hierzu sowie allgemeine Infos zu Patenschaften und Mentoring, Praxishilfen sowie Links und Tipps von Expertinnen und Experten aus unserem Netzwerk finden Sie hier:

„Patenschaft“ oder „Mentoring“?

Die beiden Begriffe werden auf Grund ihrer gemeinsamen Zielsetzung und des gleichen Grundprinzips oft synonym verwendet. Sowohl beim Mentoring als auch bei den unterschiedlichen Formen von Patenschaften handelt es sich um eine persönliche, jedoch arrangierte Beziehung zwischen einer erfahreneren Person, die als Ratgeberin oder Ratgeber fungiert und einer weniger erfahrenen Person, die Unterstützung in einer bestimmten Lebenslage benötigt. Zusammen bilden sie ein sogenanntes Tandem.

Unterschiede bestehen mitunter in der Ausgestaltung der Tandem-Beziehungen. So ist das Mentoring oft an fachliche Themen wie Ausbildungsplatzsuche, Studienbegleitung oder Karriereplanung geknüpft, während bei einer Patenschaft die Alltagsbegleitung und gemeinsame Freizeitaktivitäten im Vordergrund stehen.

Entsprechend agiert ein Mentor oder eine Mentorin nicht selten auch als Coach gegenüber dem oder der Mentee und gibt konkretes fachliches Wissen weiter. Auch mit der Form der Patenschaften können unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden. Die geläufigsten Patenschaftsformen sind Lern-, Sprach- und Lesepatenschaften sowie allgemeine Patenschaften für Kinder, Jugendliche oder Familien.

Die Bedeutung von Organisation, Administration und Koordination in Patenschaftsprojekten

Eine gute Vorbereitung und Prozessbegleitung sind wichtige Voraussetzungen für die Effizienz und Wirk­samkeit von Patenschafts- und Mentoringprojekten. Dabei kann heute auf eine Vielzahl von Erfahrun­gen aus der Praxis und auf neueste Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Forschung zurückgegriffen werden.

Warum Patenschafts- und Mentoringprojekte?


Mentoring/ eine Patenschaft ermöglicht dem oder der Mentee/ dem Patenkind...

  • Stärkung der Resilienz und Selbstwirksamkeitserfahrungen
  • Erweiterung des persönlichen Netzwerks und soziale Kontakte außerhalb des gewohnten Umfelds
  • interkulturellen Austausch, Funktion als Botschafter oder Botschafterin der eigenen Kultur
  • Chancengerechtigkeit durch konkrete und individuelle Unterstützung im Alltag sowie hinsichtlich Bildung, Berufsorientierung, Spracherwerb u.ä.
  • Gesellschaftliche Teilhabe.

Die Patin oder der Pate bzw. die Mentorin oder Mentor erhält…

  • horizonterweiternde Einblicke in andere Lebensweisen und Kulturen
  • bereichernde Kontakte außerhalb des gewohnten Umfelds
  • die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme an der Gestaltung der Gesellschaft
  • Selbstwirksamkeitserfahrungen, Wertschätzung und Feedback.

Gewinn für die Gesellschaft

  • Aktive Integration und Erhöhung der Teilhabechancen für Mitglieder benachteiligter Gruppen
  • Persönliche Beziehungen fördern gegenseitiges Verständnis, Toleranz und Solidarität
  • Zivilgesellschaftliches Engagement stärkt den Zusammenhalt

Kristina Bauerreiß

Referentin Programm "Chancenpatenschaften"

Telefon (030) 89 79 47-83

Axel Halling

Referent Bürgerstiftungen Deutschlands
Programm "Chancenpatenschaften"

Telefon (030) 89 79 47-97