Erbbaurechte

Den Initiatoren der Stiftung trias war klar, dass sie mit den geringen Erträgen aus dem Gründungskapital nur wenig bewegen können. Von Anfang an wurde daher die Wirkung der Kapitalanlage genutzt. Das Ziel, Bodenspekulationen zu verhindern, legte nahe, Grundstücke als Vermögensanlage zu wählen. Über die Vergabe von Erbbaurechten werden Erträge erzielt und über die Zweckbindung des Erbbaurechtsvertrages wird gleichzeitig erreicht, dass die Grundstücke auf Dauer ideellen Zielen vorbehalten bleiben. Dies dient darüber hinaus dem Schutz des Engagements von Pionieren sowie Stifterinnen und Stiftern.

Die Grundstücke sind zu einem Teil Kapitalanlage mit normaler Verzinsung. Gleichwohl werden grundsätzlich nur Grundstücke erworben, die der Zielsetzung der Stiftung entsprechend gemeinschaftlich und ökologisch genutzt werden. Die im steuerlichen Sinne gemeinnützigen Projekte zahlen oft nur einen verminderten Erbbauzins, sodass Vermögensanlage und Förderung kombiniert werden.

Überschuss aus der Vermögensverwaltung für die gemeinnützige Zweckerfüllung

Selbstverständlich setzt die Vergabe eines Erbbaurechts voraus, dass die Stiftung trias Eigentümerin des Grundstücks ist. Auch wenn die Stiftung mittlerweile über eine beträchtliche Anzahl an Grundstücken verfügt, konnte sie attraktive Grundstücke anfangs nicht allein aus den Erträgen erwerben. Ein Grundstückskauf wurde aus einer Kombination von Erträgen, Zustiftungen (auch von den Projektinitiatoren selbst) und teilweise mithilfe von günstigen Darlehen finanziert. Diese wurden oftmals von anderen Stiftungen und Privatpersonen vergeben. Alle Vorhaben sind so kalkuliert, dass sich ein Überschuss aus der Vermögensverwaltung für die gemeinnützige Zweckerfüllung ergibt.

Über die Stiftung

Die Stiftung trias wurde im Jahre 2002 mit einem Stiftungsvermögen von 75.000 Euro gegründet. Heute verfügt sie über knapp 8 Millionen Euro Stiftungsvermögen. Die Stiftung fördert Bildung, Altenhilfe, Jugendhilfe, Naturschutz und Forschung und ist als mildtätig anerkannt. Sie unterstützt Projekte, die sich mit den Themen Bodenspekulation, gesellschaftliches Zusammenleben und ökologische Verhaltensweisen auseinandersetzen.