Internationale Konferenz über „Bildung zum Klimawandel”

© Universidad de Chile

Klimaschutz beginnt mit einer starken Ausbildung

Die Internationale Konferenz über Bildung zum Klimawandel hat das zweite Jahr in Folge die Netzwerke für den Klimaschutz gestärkt und die MINT-Bildung als ein wirksames Instrument zur Bewältigung globaler Herausforderungen in den Mittelpunkt gestellt.

Die diesjährige Konferenz über Bildung zum Klimawandel schloss mit dem Appell, die Anpassung und Milderung als zentrale Konzepte in die Ausbildung für nachhaltige Entwicklung aufzunehmen. In den drei Tagen der Konferenz kamen in Webinaren, Vorträgen und Workshops Fachleute, Wissenschaftler, Lehrer und interessierte Privatpersonen zusammen, um sich über aktuelle und zukünftige Umweltfragen auszutauschen.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Konferenz online abgehalten. Insgesamt wurden an den drei Tagen 21 Stunden Inhalt ausgestrahlt, mit durchschnittlich 36.535 Aufrufen auf YouTube und 1.500 auf Zoom. Die Zuschauer kamen aus 27 Ländern, vor allem aus Lateinamerika.

Die Konferenz wurde gemeinsam von der Universität von Chile, dem Center for Advanced Research in Education, dem ECBI-Programm, dem Center for Climate Science and Resilience CR2, dem Büro für „Klimabildung“, der UNESCO Regional und der Siemens Stiftung organisiert. Am Seminar nahmen 43 Redner teil, die in 13 Webinaren und 11 Vorträgen die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung, das Gemeinwohl als Ziel und andere Themen angesprochen haben. Sechs weitere Workshops richteten sich an Lehrer und Professoren, um diese als „Multiplikatoren“ der Schlüsselbotschaften in die Methoden zur Vermittlung der Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen im Schulunterricht einzuweisen.

Es gibt keine Ausbildung, die keine Hoffnung für die Zukunft beinhaltet

Die Konferenz wurde mit einer Rede von Alexander Leicht, Leiter der UNESCO-Sektion Ausbildung für nachhaltige Entwicklung, eröffnet: “Wir können den Herausforderungen von heute und morgen nicht mit der Ausbildung von gestern begegnen”. Er fügte hinzu: “In diesem massiven Wandel ist Bildung für alle – Politiker, Geschäftsleute und Bürger – der Schlüssel, um nachhaltiges Denken und Handeln zu lernen.“ Der Astrophysiker Pierre Lená, von der Stiftung LAMAP und dem OCE, bekräftigte diese Aussage: „Die Pandemie, die Länder gelähmt hat, hat denjenigen die Macht der gegenseitigen Abhängigkeiten in der gesamten Menschheit vor Augen geführt, die vielleicht daran gezweifelt haben.“ Er folgerte daraufhin: „Es gibt keine Ausbildung, die keine Hoffnung für die Zukunft beinhaltet.“

Ein weiterer Höhepunkt der Konferenz war das Webinar „Internationale Zusammenarbeit zur Verbesserung der Bildung über den Klimawandel“. Unter den Podiumsteilnehmern war auch Nina Smidt, geschäftsführende Vorständin und Sprecherin der Siemens Stiftung, die die Bedeutung der Zusammenarbeit bekräftigte: „Wir glauben fest an das Konzept als Teil einer internationalen Allianz zu agieren“, sagte sie. „Nur gemeinsam können wir den Herausforderungen des Klimawandels tatsächlich begegnen. Wir müssen Erfahrung und Wissen zusammenführen und gleichzeitig gemeinsam die soziale und kulturelle Entwicklung stärken. Wenn wir Erfolg haben, insbesondere in Zeiten wie diesen, in denen wir mit einer Krise wie Covid-19 konfrontiert sind, werden wir vielleicht eines Tages zurückblicken und sagen, dass die Krise in einer unbeständigen, unsicheren, komplexen und ambivalenten Welt als Katalysator gedient hat. Wir müssen unser lokales und globales Verhalten ändern und nach gemeinsamen Ideen in der Ausbildung suchen.“

Dieser systematische Ansatz zur Bekämpfung des Klimawandels bedeutet auch eine fundamentale Rolle für politische Akteure und Entscheidungsträger. Deshalb gab es zusätzlich zu den Organisationen, die an der Konferenz teilnahmen, auch einen Workshop über Bildungsprojekte für regionale Entwicklungsagenden. Dieser richtete sich an Management-Teams und schloss Bildungseinrichtungen, Gemeinden und Regierungsbeamte aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern ein.

Viele der Reden und Diskussionen können auf dem YouTube-Kanal der Universität von Chile nochmals angesehen werden. Weitere Präsentationen und Unterlagen sind unter www.cr2.cl/ciecc2020 verfügbar. Diese Plattform beinhaltet auch die Unterlagen der Konferenz von 2019.