Afrika & Europa: Wir brauchen Zusammenarbeit auf Augenhöhe

28. Juli I Rogalls Perspektive

Afrika & Europa: Wir brauchen Zusammenarbeit auf Augenhöhe

 

Afrikas Potentiale aber auch Herausforderungen sind in den letzten Jahren immer stärker in den Blickpunkt der Arbeit deutscher Stiftungen gerückt. Eine Entwicklung, die anerkennt, dass in einer globalisierten Welt zivilgesellschaftliches Handeln nicht an Landesgrenzen enden darf. Soziale, ökologische und ökonomische Herausforderungen betreffen nicht länger nur einzelne Nationalstaaten oder Regionen, sondern werden zu kontinentalüberschreitenden Aufgaben, die es gemeinsam zu adressieren gilt. Stiftungen spielen hier als Vermittler, Impulsgeber und kraftvolle Finanz- und Engagement-Ressourcen eine wichtige Rolle. Sie können helfen, Europas und Afrikas Entwicklung noch stärker zusammenzuführen. Wir sollten verstehen, dass eine zeitgemäße und erfolgreiche Zusammenarbeit immer auch die Begegnung auf Augenhöhe braucht. Eine reine Geber- und Empfänger-Denke steht einem respektvollen und tragfähigen Miteinander oft im Weg. Die Zukunft braucht verstärktes Engagement in Form von Partnerschaften, Joint-Ventures und nachhaltigen Investitionen. Es geht darum, Menschen zu befähigen, ihre Potentiale voll auszuschöpfen, deren Eigenständigkeit zu fördern. Bei der Robert Bosch Stiftung tun wir dies in Afrika beispielsweise durch die Förderung von Wissenschaftlern, Investitionen in Bildungsprogramme für junge Menschen, die Förderung von Good Governance, der Zusammenarbeit von Künstlern und Medien oder auch der Arbeit im Bereich der Konfliktprävention.

Lassen Sie uns das Schicksal Afrikas auch als unser Schicksal begreifen!

Ihr

Joachim Rogall

Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen & Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung

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