Einladung zum Online-Pressegespräch am 05. Mai: MEMO Deutschland – Multidimensionaler Erinnerungsmonitor 2021

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Cover von MEMO 2021

Der Erinnerungsmonitor MEMO untersucht, was, wie und wozu Bürger*innen in Deutschland historisch erinnern. Die Studien erfassen, was Menschen in Deutschland über historische Ereignisse wissen, wie sie diese Ereignisse deuten und wie dies mit aktuellen gesellschaftspolitischen Einstellungen zusammenhängt. Im Mittelpunkt steht dabei die Erinnerung an das Unrecht des Nationalsozialismus, an die Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung von Menschen und Menschengruppen von 1933 bis 1945. MEMO trägt dazu bei, dass Debatten über die deutsche Erinnerungskultur auf der Grundlage empirischer Daten geführt werden können.  

Der Fokus von MEMO 2021 liegt unter anderem auf der Frage, wie aufgeschlossen die Gesellschaft gegenüber neuen, digitalen Wegen der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit ist.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie, die Verschwörungserzählungen befeuert hat, fragt sie nach dem Zusammenhang vom Glauben an diese Mythen und der Relativierung und Leugnung historischer Fakten. Des Weiteren wurde untersucht, wie differenziert die Befragten die Opfergruppen des Nationalsozialismus erinnern. Was wissen sie über die Zwangsarbeit und die Involvierung deutscher Unternehmen während der NS-Zeit? Wie urteilen die Befragten heute über die Rolle der deutschen Bevölkerung damals? Welche Ereignisse und Entwicklungen seit 1945 bringen Befragte mit dem Nationalsozialismus in Verbindung?

MEMO Deutschland wurde bereits zum vierten Mal durch das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld durchgeführt und von der Stiftung EVZ gefördert. Sie ist eine empirische Dokumentation zur Erinnerungskultur der Bundesbürger*innen und bildet als jährliche Befragung ab, wie sich unser Erinnern verändert. 

Zur Vorstellung von MEMO 2021 laden wir Sie zum Mediengespräch ein am:

Mittwoch, 05. Mai 2021, um 12:00 Uhr

Die Studienergebnisse werden vorgestellt und eingeordnet von:

  • Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende, Stiftung EVZ
  • Prof. Dr. Andreas Zick, Leiter, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld
  • Michael Papendick, Projektkoordinator, Universität Bielefeld

Bitte melden Sie sich formlos per E-Mail an kommunikation@stiftung-evz.de an.
Die Zugangsdaten zum ZOOM-Call senden wir zeitnah vor der Veranstaltung zu.

Es besteht für Medienvertreter*innen die Möglichkeit, eine Zusammenfassung der Studie ab 26. April vorab – mit Sperrfrist zum Tag der Veröffentlichung – zugeschickt zu bekommen. Bitte melden Sie sich auch dazu formlos per E-Mail.

Über die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)
Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ) bezeugt die politische und moralische Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft für das nationalsozialistische Unrecht. Gründungsziel im Jahr 2000 war, Zahlungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter*innen zu leisten.
Auseinandersetzung mit der Geschichte, Handeln für Menschenrechte und Engagement für Opfer des Nationalsozialismus sind die Handlungsfelder, in denen die öffentlich-rechtliche Stiftung heute tätig ist. Jährlich werden rund 300 Projekte in 20 Ländern von der Stiftung EVZ gefördert.

Kontakt

Katrin Kowark

+49 (0) 30 25 92 97-24

Weiterführender Link
Veranstaltungsort

10117
Berlin