Globaler Hebel

Liebe Stiftungsfreunde,

vor zehn Jahren löste die Finanzkrise viele Sorgen über die weltweite wirtschaftliche Entwicklung aus. Seitdem ist die Welt eine andere. Einer fortgesetzten Nullrendite bei (G7-) Staatsanleihen steht ein enormes Wachstum privater Vermögen gegenüber. Laut Allianz Global Wealth Report 2017 sind es über 169 Billionen Euro, sieben Prozent mehr als im Vorjahr – in Asien sogar 15 Prozent. Was bedeutet das für die Philanthropie?

Mehr privates Geld bei gleichbleibender Großzügigkeit und wenigstens nicht abnehmenden globalen Herausforderungen ließe erwarten, dass wöchentlich mehr Nachrichten über große neue Stiftungen oder Zustiftungen vermeldet würden. Das ist nicht der Fall. Meldungen wie jene über die 12-Milliarden-Euro-Aufstockung der Open Society Foundation durch ihren Gründer George Soros vergangene Woche sind äußerst selten.

Globale Herausforderungen gemeinsam bewältigen

Wer nach einem großen Hebel für die Philanthropie sucht, könnte ihn bei den potenziellen Stifterinnen und Stiftern auch jenseits unserer Grenzen finden. Deutschland hat über Tausend Jahre Stiftungstradition, viele Tausend gute Beispiele. Es gab nie eine bessere Zeit als heute, die vielen Aufsteiger in China oder Brasilien zu inspirieren, eigene Stiftungen zu gründen und gemeinsam mit Partnern in Europa und der Welt einen globalen Hebel an globale Herausforderungen anzusetzen.

Die aktuelle StiftungsWelt: Stiftungen entdecken globales Engagement

Die neue StiftungsWelt, die Sie – unsere Mitglieder – in diesen Tagen in ihren Briefkästen finden, berichtet von der internationalen Arbeit deutscher Stiftungen und davon, wie wir die noch vorhandenen Hürden Stück für Stück abbauen. Eine gute Lektüre und einen guten Start in die Woche, heute vom regionalen Stiftungstag in Saarbrücken,  

Ihr Felix Oldenburg

Über den Autor

Felix Oldenburg war von 2016 bis 2020 beim Bundesverband Deutscher Stiftungen als Generalsekretär tätig. Er ist Vorsitzender des europäischen Verbandsnetzwerks DAFNE.

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StiftungsWelt 03-2017

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