Unsere Demokratie: Anspruch und Ansporn zugleich

Fotos: Björn Hänssler, David Ausserhofer

Wussten Sie, dass die Straße der Demokratie direkt durch Mannheim führt? Die „Straße der Demokratie“ verbindet im Südwesten der Republik die zentralen Orte für unsere Demokratie in Deutschland. Mannheim war eines der Zentren der demokratischen Bewegung während der Märzrevolution 1848, die niedergeschlagen wurde. Die Straße erinnert uns daran, wie schwierig der Weg der Demokratie war, gerade in den Anfängen. 

In diesem Jahr begehen wir wichtige Jahrestage für die Entwicklung hin zum demokratischen Staatswesen. Einige davon geben Anlass zur Freude: 100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Grundgesetz, 30 Jahre Mauerfall. Andere wiederum erinnern uns an düstere Kapitel aus unserer Geschichte, wie der Beginn des 2. Weltkrieges vor 80 Jahren. 

Und auch der Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt uns, wie fragil unsere Demokratie auch heute noch ist: Populismus, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Angst vor der Globalisierung und der (digitalen) Zukunft stellen die Grundfeste unserer demokratischen Grundordnung in Frage. Sie bedrohen auch unmittelbar die Arbeit von uns Stiftungen im In- und Ausland.  

Doch Stiftungen lernen. Sie positionieren sich und setzen sich verstärkt für unser demokratisches Staatswesen ein. Das Motto des StiftungsTages 2019 ist bewusst gewählt. „Unsere Demokratie“ ist Anspruch und Ansporn zugleich. Anspruch, indem wir zeigen, dass Stiftungen ein integraler und wichtiger Bestandteil unserer Demokratie sind. Und Ansporn, dass wir uns auch weiterhin für den Erhalt unserer Demokratie einsetzen – national wie international. Zugleich müssen auch wir Stiftungen uns kritisch fragen, wie viel Beteiligung wir intern ermöglichen: Wie werden Gremien berufen, Positionen besetzt oder und wer ist bei Förderentscheidungen beteiligt? 

Der Deutsche StiftungsTag ist ohne seine Förderer und Unterstützerinnen und Unterstützer nicht möglich. Wir danken allen Stiftungen, vor allem den Stiftungen der Metropolregion, und den Partnern für ihr Engagement und ihre Unterstützung. Dank ihrer Hilfe können wir nicht nur zeigen, wie vielfältig und wie stark sich Stiftungen für unsere Demokratie einsetzen, sondern auch, wie das Stiftungswesen insgesamt sich den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft stellt: Mit vielen neuen Ideen, großem Engagement und noch mehr Enthusiasmus. Und nicht zuletzt danken wir der Stadt Mannheim sowie der Metropolregion Rhein-Neckar für ihre Gastfreundschaft und Hilfe. Der StiftungsTag 2019 ist hoffentlich ein weiterer von vielen Steinen auf der Straße der Demokratie. 

Wir freuen uns auf ein Treffen mit Ihnen beim Deutschen StiftungsTag 2019.

 

Prof. Dr. Joachim Rogall 
Vorstandsvorsitzender 
Bundesverband Deutscher Stiftungen 

Felix Oldenburg 
Generalsekretär 
Bundesverband Deutscher Stiftungen 

Zu den Personen

Prof. Dr. Joachim Rogall ist seit Mai 2018 Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Bereits seit 2014 hatte Joachim Rogall das Amt des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden inne. Im Hauptamt ist er seit April 2013 Geschäftsführer und seit September 2017 Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung mit Sitz in Stuttgart.

Felix Oldenburg ist seit April 2016 Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und Vorsitzender des europäischen Stiftungsverbandsnetzwerkes Dafne.

„Unsere freiheitlich demokratische Grundordnung ist die beste Grundlage für das Handeln von Stiftungen“

Prof. Dr. Joachim Rogall, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung zeigt Klare Kante für unsere Demokratie. Im Interview spricht er über die Rolle von Stiftungen und über das Engagement der Robert Bosch Stiftung.

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Europas größter Stiftungskongress

Der Deutsche StiftungsTag fand unter dem Motto "Unsere Demokratie" vom 5. bis 7. Juni 2019 in Mannheim statt.

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