Vernetzungstreffen zur Alumniarbeit: „Fundraising und Alumniarbeit“

Welche Werkzeuge sind im Stiftungsfundraising erfolgsversprechend? Welche Faktoren beeinflussen Fundraisingprozesse in Organisationen? Wie können Alumni in die Stiftungsarbeit eingebunden werden? Und warum ist Friendraising wichtiger als Fundraising? Dazu diskutierte am 28. November 2019 der vom Bundesverband Deutscher Stiftungen initiierte Expertenkreis Alumniarbeit in Frankfurt am Main. Gastgebende Stiftung war dieses Jahr die Dr. Arthur Pfungst-Stiftung.

Das Thema wurde aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und vermittelte wichtige Impulse für eine Professionalisierung des Fundraisings unter Einbeziehung des eigenen Alumninetzwerks.

Impressionen der Tagung

Fotograf: Gerd Scheffler. Die Rechte liegen bei der Dr. Arthur Pfungst-Stiftung.

 

Inhalte der Tagung:

In die „Grundlagen des Fundraisings“ führte Ronald Menzel-Nazarov ein, Leiter Fundraising & Kommunikation der START-Stiftung gGmbH. Fundraising bedürfe intensiver Beziehungs- und Bestandspflege und erledige sich nicht nebenbei. Um Erfolg im Fundraising zu haben, benötigten Organisationen vor allem wirkungsvolle Werkzeuge, eine starke Marke mit hohem Imagetransfer sowie eine langfristig tragende Strategie. Er berichtete über Methoden aus seiner 10-jährigen Praxis.

Oliver Rohn, Justiziar beim Bundesverband Deutscher Stiftungen zeigte die „Grenze zwischen Fundraising und Sponsoring“ auf. Anhand von zahlreichen Beispielen veranschaulichte er, wann man von einer Spende und wann von Sponsoring spricht und das eine solche Unterscheidung nicht immer ganz einfach ist.

„Bildung stiften!“ – Für ihre Fundraisingkampagne erhielt die Stiftung Universität Hildesheim 2018 den Deutschen Hochschulfundraisingpreis des Deutschen Hochschulverbandes (DHV). Markus F. Langer,  Leiter Friend- & Fundraising der Stiftung Universität Hildesheim, stellte die Fundraisingstrategie der niedersächsischen Stiftungsuniversität Hildesheim vor und zeigte Beispiele erfolgreicher Netzwerkarbeit auf. Langer betonte, dass vor allem Vertrauen der zentrale Faktor für erfolgreiches Fundraising sei. Friendraising gehe vor Fundraising.

„Kann man Alumni über ein Engagement-Center besser binden und öffnet dies die Türen zu späteren Großspenden?“ Dazu referierte Ehrenfried Conta Gromberg, Geschäftsführer der Spendwerk GmbH. Er stellte vier Alumni-Strategien vor, unter anderem das Engagement-Center, durch das Alumni in die Stiftungsarbeit eingebunden werden können, zum Beispiel bei Kampagnen oder anderen öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten. Dieses freiwillige Engagement schafft Bindung und Identifikation, auf das man später aufbauen kann.