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Programm "Chancenpatenschaften"

Das Mentoringprogramm "Chancenpatenschaften" bietet für Stiftungen zusätzliche Teilnahmemöglichkeiten.

Aktuelle Ausschreibung

Logo Menschen stärken Menschen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat im Herbst 2018 das Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen“ für Geflüchtete auf neue Zielgruppen erweitert. Seitdem haben weitere Mitgliedsorganisationen des Bundesverbandes mit der Patenschaftsarbeit begonnen. Nun schreibt der Bundesverband weitere Kontingente an Patenschaften aus. Nach formloser Bewerbung können Mitgliedsorganisationen neue Patenschaftsprojekte initiieren und dabei Fördergelder des Bundes einsetzen - sowie die fachliche und administrative Unterstützung des Bundesverbandes in Anspruch nehmen. Das Mindestkontingent je Organisation beträgt 50 Patenschaften, was einer Grundförderung von 10.000 Euro entspricht.

Bewerbungsfrist:

Bis zum 30. Juni können sich alle Organisationen bewerben, die Mitglied im Bundesverband sind und bereits Erfahrungen in der Mentoren- bzw. Patenarbeit bzw. Erfahrungen in der systematischen Arbeit mit Ehrenamtlichen (z.B. Qualifizierung von Ehrenamtlichen) vorweisen können.

Im Interesse der zeitnahen Projektumsetzung erfolgt die Verteilung des Patenschaftskontingents an die teilnehmenden Stiftungen nach dem Prinzip „first come - first served“. Entsprechend behalten wir uns vor, die Ausschreibung bereits vor dem 30. Juni zu schließen.

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Kurz und knapp

Eine Patenschaft ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen zwei Tandempartnern, einem Mentor und einem Mentee bzw.  einem „Patenkind“ oder einer Paten-Gruppe (z.B. Familie, Schulklasse) und einer Patin bzw. einem Paten. Inhalt der Patenschaft sind regelmäßige Treffen und gemeinsame Begegnungen, um den Mentees individuell angepasste Unterstützung zur Verbesserung der Teilhabechancen zu geben. Dieses Verständnis beruht auf den vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend festgelegten Mindestanforderungen an Patenschaften, die im Wesentlichen folgende Punkte beinhalten:

Die Patenschaften werden beidseitig freiwillig geschlossen, die Tätigkeit der Paten erfolgt unentgeltlich. Inhalt und die Form einer Patenschaft richten sich individuell nach dem, was im Tandem konsensfähig ist und organisiert werden kann. Das Tandem gestaltet die Patenschaft hinsichtlich Aktivitäten, Häufigkeit und Dauer selbst. Verbindlichkeit und Regelmäßigkeit tragen jedoch zum Fortbestehen einer Beziehung bei und sind überdies in dokumentierter Form auch als Beleg für eine dauerhafte Förderung unabdingbar.

Die Patenschaft ist darauf ausgerichtet, sozioökonomisch oder wegen erschwerender individueller Bedingungen benachteiligte Menschen zu befähigen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, ihr Potential zu entfalten und die in der Patenschaft vereinbarten Ziele zu erreichen. Die „Chancenpatenschaften“ sollen zur Erhöhung von Teilhabechancen beitragen. Das Matching erfolgt in einem persönlichen Kontakt mit der teilnehmenden Organisation auf lokaler Ebene.

  • Bildungspatenschaften für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene: Lesepatenschaften, Hilfe beim Schulübergang, Schulabschluss, Übergang in Ausbildung / auf weiterführende Schulen, Fortbildungen, berufliche Eingliederung und Qualifikation
  • Migrantinnen und Migranten aller Altersgruppen: Sprachförderung, Schulabschluss, berufliche Eingliederung
  • Nachbarschaftshilfe: Mentoring zur Integration junger zugewanderter Menschen (Familien) in eine lokale Gemeinschaft; Unterstützung beim Ankommen, Orientierung, kultureller und sprachlicher Austausch durch gemeinsame Aktivitäten
  • Hilfe zur Selbsthilfe: Inklusionspatenschaften und weitere Integrationspatenschaften für Personengruppen mit besonderen Herausforderungen, z.B. Jugendliche aus betreuten Wohngemeinschaften, ehemals straffällige Jugendliche, besonders von Jugendarbeitslosigkeit bedrohte junge Menschen („Ausbildungsabbrecher“) etc.
  • Möglich ist auch, spezielle Patenschaftsangebote beispielsweise für Gruppen in Schulen oder Stadtteilen zu entwickeln, oder spezielle Angebote für Vorschuleinrichtungen zur Förderung der Sprachfähigkeit einzurichten, oder für Frauen mit Migrationshintergrund, die wenig Deutsch sprechen oder lesen können und damit von der gesellschaftlichen Teilhabe weitgehend abgeschnitten sind.
  • Es sind sowohl 1:1-Patenschaften als auch Gruppenpatenschaften (z.B. für eine Familie) möglich.

  • Teilnehmen können alle Mitgliedsorganisationen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen (das Programm wird v.a. durch bundesweit agierende Programmträger durchgeführt – einer der Beteiligten ist der Bundesverband Deutscher Stiftungen).
  • Teilnehmende Organisationen sollen Erfahrungen in der Mentoren- bzw. Patenarbeit bzw. Erfahrungen in der systematischen Arbeit mit Ehrenamtlichen (z.B. Qualifizierung von Ehrenamtlichen) haben.
  • Teilnahmebereite Organisationen brauchen ein Konzept für die Patenschaften und die Betreuung der Patinnen und Paten (kann nach Zusage der Förderung von Patenschaften noch im Detail erarbeitet werden).
  • Teilnahmewillige Organisationen müssen bereit sein, die Anforderungen zur Durchführung und Abrechnung des Programms zu erfüllen und eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bundesverband zu unterschreiben.
  • Die Organisationen müssen bereit sein, mindestens 50 Patenschaften zu übernehmen.
  • Die endgültige Auswahl trifft der Bundesverband Deutscher Stiftungen nach Maßgabe der Förderrichtlinien des Programms sowie der vorhandenen Plätze.

Axel Halling

Referent Bürgerstiftungen Deutschlands
Programm "Chancenpatenschaften"

Telefon (030) 89 79 47-97

Kristina Bauerreiß

Referentin Programm "Chancenpatenschaften"

Telefon (030) 89 79 47-83

Bewerbung

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung.

Häufige Fragen

Hier erfahren Sie mehr über den Inhalt des Programms, die finanzielle Ausstattung sowie die Rahmenbedingungen für Ihre Teilnahme.

Zum Hintergrund

Warum wird das Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen "Chancenpatenschaften" erweitert?