Dorothea und Sajjad
Foto: Lena Guntenhöner
Dorothea und Sajjad

Name der Mentorin:
Dorothea

Name des Mentees:
Sajjad

Wann und wo habt ihr euch kennengelernt?
Dorothea: Das war im Sprachcafé vor etwa einem halben Jahr. Ich bin Gründungsmitglied der Bürgerstiftung Barnim Uckermark und kannte das Sprachcafé daher schon. Ich hatte vorher auch schon einmal eine Tandempartnerin, mit der ich immer noch in Kontakt bin. Das Sprachcafé findet jeden Donnerstagnachmittag statt und es treffen sich mehrere Tandems. Wir sitzen auch nicht immer nur zu zweit, neulich waren wir alle um einen Tisch rum und jeder hat ein bisschen erzählt.

Sajjad: Ein Freund hat mir gesagt, dass ich zum Sprachcafé gehen soll, um die Sprache zu lernen.

Wo standet ihr jeweils am Anfang, als ihr euch kennengelernt habt?
Dorothea: Sajjad ist gelernter Rechtsanwalt aus dem Irak, aber wegen seiner befristeten Aufenthaltsgenehmigung steht ihm kein Sprachkurs zu. Er lernt unheimlich gut alleine, nur fehlt ihm die Praxis mit dem Sprechen.

Sajjad: Ich bin seit 2,5 Jahren in Deutschland. Ich bin alleine hier, es ist nicht einfach, Freunde zu finden. Man muss die Sprache sehr gut sprechen. Ich möchte in Deutschland bleiben und irgendwann einen Master in Betriebswirtschaft machen.

Welche Herausforderungen habt ihr gemeinsam und wie gemeistert?
Dorothea: Sajjad kann schon ziemlich gut Deutsch, aber er hat immer Angst, dass er nicht gut genug ist. Dabei ist er in der Theorie viel besser als ich. Wenn er mich fragt, was ist das Plusquamperfekt Passiv, dann muss ich erstmal googeln. (lacht)

Welche Rolle hat das Mentoring-Programm dabei gespielt?
Dorothea: Auch wenn Sajjad keinen offiziellen Sprachkurs macht, bringt er manchmal Übungen mit, die wir zusammen machen. Und wenn er Fragen hat, beantworte ich die natürlich.

Sajjad: Ich spreche jetzt besser Deutsch als zu Beginn des Sprachcafés.

Wo steht ihr heute? Was macht ihr jeweils und was verbindet euch bis heute?
Dorothea: Unser Tandem ist ja noch nicht vorbei, daher können wir noch keine Bilanz ziehen. Ich finde aber, von einer Tandem-Beziehung profitieren immer beide. Es erweitert in jedem Fall den eigenen Horizont.

Über die Mitgliedsorganisation:

Die Bürgerstiftung Barnim Uckermark vermittelt neben vielen anderen Projekten Ankommens- oder Chancenpatenschaften für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund. Die Tandems werden in Zusammenarbeit mit den Freiwilligenagenturen in Eberswalde und Prenzlau begleitet und fachlich unterstützt. So werden z.B. Fortbildungen und Austauschtreffen für die Mentorinnen und Mentoren organisiert und bei Bedarf Beratung durch Fachkräfte vermittelt.

Weitere Informationen: www.buergerstiftung-barnim-uckermark.de
Text: Lena Guntenhöner

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Foto: Kzenon - adobe.stock

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