Alisia und Laura
Bild: Lena Guntenhöner
Alisia (li) und Laura

Name des Mentees:
Alisia

Name der Mentorin:
Laura

Wann und wo habt ihr euch kennengelernt?
Laura:
Das war beim Begrüßungstag der Böllhoff Stiftung, wo offiziell der Pate mit einem Patenschüler zusammengeführt wurde.

Wie bist du überhaupt auf das Projekt aufmerksam geworden?
Laura:
Es gab eine Zeit, wo ich mich freiwillig engagieren wollte, und da bin ich auf die Internetseite der Stadt Bielefeld gegangen und habe gesehen, dass es ganz viele Projekte gibt. Weil ich berufstätig bin und das von den Zeiten her am besten passte, habe ich mich dann für die Böllhoff Stiftung entschieden.

Wo standet ihr jeweils am Anfang, als ihr euch kennengelernt habt?'
Alisia:
Ich war damals 15 Jahre alt und in der 7. Klasse an der Hauptschule Baumheide, heute bin ich 17 und in der 10. Klasse.

Laura: Ich bin beruflich im Logistik- und Speditionsbereich tätig. Alisia war meine erste Patenschülerin.

Was macht ihr, wenn ihr euch trefft?
Laura:
Wir reden viel miteinander über das, was in der letzten Zeit so passiert ist, die Schule… Alisia ist sehr offen und erzählt auch, wenn ihr etwas auf dem Herzen liegt. Das sind sehr vertraute Gespräche. Und dann machen wir bei den Veranstaltungen der Böllhoff Stiftung mit. Da gab es ein gemeinsames Kochen mit anderen Paten und Patenschülern, wir waren im Kletterpark, bei einer Buchvorstellung, im Theater...

Welche Herausforderungen habt ihr gemeinsam und wie gemeistert?
Alisia:
Wir haben immer über Schule und berufliche Sachen geredet, weil ich mir nie sicher war, was ich machen will. Das hat sich jetzt verändert. Schulisch bin ich auch besser, beim letzten Zeugnis hatte ich einen Schnitt von 1,7 und jetzt habe ich auch meinen Q-Vermerk bekommen, das heißt, ich kann auf eine Gesamtschule gehen und mein Vollabitur machen.

Laura: Ich glaube, da hat auch die Nachhilfe ganz viel geholfen, die die Böllhoff Stiftung zur Verfügung gestellt hat. Oder was meinst du?

Alisia: Ja, teilweise auch. Aber ich habe mich in diesem Jahr schon auch sehr angestrengt.

Laura: Ja, das auf jeden Fall!

Wo steht ihr heute? Was macht ihr jeweils?
Laura:
Ich bleibe weiter bei der Stiftung und werde einen anderen Patenschüler begleiten. Alisia und ich wollen weiterhin Kontakt halten, die Zukunft wird zeigen, ob es auch ein Wiedersehen gibt.

Alisia: Ich mache Abitur an der Gesamtschule Schildesche. Später möchte ich gerne studieren und habe zwei Richtungen, die mich interessieren: Lehramt oder Architektur.

Was verbindet euch bis heute?
Alisia:
Wir sind beide offen und reden nicht so oberflächlich. Ich kann Laura auch um etwas bitten, zum Beispiel, dass sie meine Bewerbung korrigiert, und sie würde niemals Nein sagen.

Laura: Ein anderer Punkt ist, dass wir beide nicht in Deutschland geboren sind, ich komme ja aus Litauen und Alisia aus Bulgarien. Ich weiß, wie schwierig der Anfang ist, sprachlich und schulisch etwas zu erreichen, und das verbindet schon.

Über die Mitgliedsorganisation:

Das Förderprogramm „Ich will!“ der Wolfgang und Regina Böllhoff Stiftung fördert insgesamt rund 60 Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klasse. Es versteht einen guten Schulabschluss und einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben als Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und besteht aus drei Säulen: einem facettenreichen Förderprogramm, individuellen Patenschaften und schließlich bedarfsgerechtem Förderunterricht. Die ehrenamtlichen Patinnen und Paten begleiten je einen Jugendlichen individuell über einen Zeitraum von drei Jahren und fördern vor allem die persönliche Entwicklung des Schülers bzw. der Schülerin.

Weitere Informationen: www.boellhoff-stiftung.de
Text: Lena Guntenhöner

Lachende und fröhliche Menschen
Foto: Kzenon - adobe.stock

Programm Chancenpatenschaften

Der Bundesverband schreibt Kontingente für Mitgliedsorganisationen aus, die neue Patenschaftsprojekte durchführen möchten.

Mehr

Hintergrund

Warum wird das Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen "Chancenpatenschaften" erweitert?

Mehr