Woche des bürgerschaftlichen Engagements gestartet

Unsere Demokratie
Foto: Carina Raddatz

„Engagement macht stark!“ – so lautet das gemeinsame Motto aller Initiativen, Stiftungen, Vereine, Verbände, staatlichen Institutionen und Unternehmen, die sich an der Woche des bürgerschaftlichen Engagements beteiligen.

Vom 13. bis 22. September findet zum 15. Mal die Aktionswoche des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) statt. Und jeder kann mitmachen, indem man im Engagementkalender entweder selber eine Aktion startet oder sich einem bestehenden Angebot anschließt. Egal, ob ein Nachbarschaftscafé die Türen öffnet, Menschen zusammenkommen, um im Park Sport zu treiben oder gemeinsam Müll zu sammeln – die Bandbreite an Aktionen ist groß und gibt für jede Alters- und Zielgruppe neue Impulse.

Aktionswoche macht Engagement sichtbar und erfahrbar

Mit der Woche des bürgerschaftlichen Engagements soll Engagement in all seiner Vielfalt und in seinen unterschiedlichen Formen öffentlich erfahrbar, sowie der Wert des bürgerschaftlichen Engagements als eine wichtige Ressource zur Lösung gesellschaftlicher Probleme sichtbar gemacht werden. Mit Schwerpunktthemen hebt die Woche des bürgerschaftlichen Engagements jährlich drei inhaltliche Facetten der großen Bandbreite von Engagement hervor. In diesem Jahr sind das „Zusammenhalt in der Gesellschaft“, „Engagement und Sport“ sowie „Junges Engagement“. Um die Vielfalt der Engagementpraxis sichtbar zu machen, wird im Kampagnenzeitraum wöchentlich ein Projekt besonders hervorgehoben.

Viele Projekte der Woche für Deutschen Engagementpreis nominiert

Viele der Projekte waren oder sind auch für den Deutschen Engagementpreis nominiert,  dem Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Hierzu gehören beispielsweise das Projekt „Rent a Jew“ der Europäischen Janusz Korczak Akademie. Die Initiative vermittelt kostenlos ehrenamtliche jüdische Referentinnen und Referenten an Bildungseinrichtungen wie Schulen, Vereine oder Kirchengemeinden, um durch Dialog das oft abstrakte Bild von Juden aufzubrechen und ihnen ein Gesicht zu geben. Oder die Stinknormalen Superhelden – eine Gruppe junger Leute, die sich seit sieben Jahren für Umwelt- und Tierschutz und das gemeinschaftliche Miteinander stark macht. Dafür schlüpfen sie in schrullige Superheldenkostüme und präsentieren ihre Aktionen auf lustige und unterhaltsame Art. Auch dabei sind zum Beispiel der Verein Obstkäppchen, der von Altersarmut betroffene Seniorinnen und Senioren bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise unterstützt und gleichzeitig generationenübergreifenden Zusammenhalt fördert, sowie der Back on Track e. V., der arabischsprachigen geflüchteten Kindern und Jugendlichen ein maßgeschneidertes Angebot macht. Mithilfe der Methode des angeleiteten Selbstlernens können sie zum Bildungsstand ihrer Altersgruppe aufschließen, womit die Grundlage für eine erfolgreiche Bildungsbiographie gelegt wird.

Für alle diese und viele andere Projekte kann beim Online-Voting über den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises abgestimmt werden. In diesem Jahr sind bundesweit 617 herausragend engagierte Personen und Organisationen nominiert. Noch bis zum 24. Oktober kann jeder auf www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis für seine Favoriten abstimmen. Wer die meisten Stimmen erhält, gewinnt den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises.

Autor
Markus Winkler

Referent Deutscher Engagementpreis
Telefon (030) 89 79 47-64

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