Wie kann die Zivilgesellschaft zu einer lebendigen Verfassung beitragen?

Unsere Demokratie
Foto: Marc Binder Fotografie, stock.adobe.com

Veranstaltung der Theodor Heuss Stiftung: Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Ludwig Theodor Heuss, Prof. Dr. Gesine Schwan, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Dr. Jana Steinke und Prof. Dr. Rupprecht Podszun.

Der erste Bundespräsident Theodor Heuss hat am 12. September 1949 nach seiner Vereidigung im Bonner Bundeshaus in seiner Ansprache auf dem Bonner Marktplatz ausgerufen: „Wenn unsere Verfassung nicht im Bewusstsein und in der Freude des Volkes lebendig ist, bleibt sie ein Stück Machtgeschichte der Parteien, die wohl nötig sind, aber nicht den Sinn erfüllen.“ In einer Podiumsdiskussion soll unter anschließender Beteiligung des Plenums diskutiert werden, wie die Zivilgesellschaft zu einer lebendigen Verfassung beitragen kann.  

Auf dem Podium diskutieren Prof. Dr. Ludwig Theodor Heuss, Vorsitzender der Theodor Heuss Stiftung, Prof. Dr. Gesine Schwan, Vorsitzende des Kuratoriums der Theodor Heuss Stiftung, Bundesjustizministerin a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, stellv. Vorsitzende der Theodor Heuss Stiftung und Dr. Jana Steinke, stellv. Leiterin Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Mitglied des Kuratoriums der Theodor Heuss Stiftung. Die Veranstaltung moderieren wird Prof. Dr. Rupprecht Podszun, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, deutsches und europäisches Wettbewerbsrecht an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Mitglied des Vorstands der Theodor Heuss Stiftung. 

Über die Theodor Heuss Stiftung zur Förderung der politischen Bildung und Kultur in Deutschland und Europa 

Die Theodor-Heuss-Preis-Stiftung e. V. wurde 1964 nach dem Tode des ersten Bundespräsidenten gegründet. Ihr Ziel ist es überparteilich in Erinnerung an die Persönlichkeit und das politische Lebenswerk Theodor Heuss‘ Beispiele für demokratisches Engagement, Zivilcourage und Einsatz für die Stärkung und Weiterentwicklung der Demokratie auszuzeichnen und zu fördern. Sie möchte einen Teil zur Entstehung demokratischer Werte und Traditionen in Deutschland und Europa beitragen. Dabei will sie die Entwicklung der Demokratie kritisch begleiten, auf Fehlentwicklungen hinweisen, demokratisches Engagement und positive Entwicklungen fördern und stets ein offenes Forum sein. 

Nach der Gründung der Stiftung in München wurde 1985 der Sitz nach Stuttgart verlegt und der Name in „Theodor-Heuss-Stiftung zur Förderung der politischen Bildung und Kultur e.V." geändert. Ab 1991 nahm die Theodor-Heuss-Stiftung e.V. ihre Aufgaben in ganz Deutschland und im europäischen Kontext wahr. Damit die von den Gründungsmitgliedern gestellte Aufgabe auch weiterhin langfristig und generationenübergreifend geleistet werden kann, wurde der Verein am 30. Januar 2009 unter dem Vorsitz von Ludwig Theodor Heuss in eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts überführt. 

 

 

"Freude an der Verfassung – Zum Zustand der Demokratie" - Podiumsgespräch auf dem Deutschen StiftungsTag 2019

Donnerstag, 6. Juni 2019, 11:30-12:30 Uhr* 

Veranstalter: Theodor Heuss Stiftung zur Förderung der politischen Bildung und Kultur in Deutschland und Europa 

Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Ludwig Theodor Heuss, Prof. Dr. Gesine Schwan, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Dr. Jana Steinke 

Moderation: Prof. Dr. Rupprecht Podszun 

*Angaben können sich noch ändern 

Veranstaltung auf dem Deutschen StiftungsTag
Foto: Detlef Eden

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