Nachhaltige Geldanlage: Wie transparent lässt sich die Wirkung messen?

Angelika Stahl und Jan Köpper von der GLS Bank
Kapital und Wirkung
Foto: Stifter TV

Angelika Stahl und Jan Köpper von der GLS Bank sprechen mit Stifter TV über Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage von Stiftungen und NGOs – vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie.

Die GLS Bank unterstützt Unternehmen dabei, nachhaltig zu investieren und legt so den Grundstein für einen zukunftsweisenden Weg zur umweltfreundlichen Bankarbeit. Doch was bedeutet und bewirkt Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage von Stiftungen und NGOs gerade während der Corona-Krise? Und wie wird eine solche Wirkung gemessen? Angelika Stahl, Leiterin Vermögensmanagement und Stiftungsbetreuung, und Jan Köpper, Leiter Wirkungstransparenz und Nachhaltigkeit, geben Antworten.

Stichwort Wirkungstransparenz

Die Wirkungstransparenz der GLS Bank wird für Stiftungen immer relevanter. Sie fordern zunehmend, dass Banken ihr Handeln belegen und dokumentieren. Die GLS Bank hat ihre Daten schon immer äußerst transparent offengelegt, um ihren Kunden eine hohe Absicherung darüber zu bieten, wie ihr gesamtes Vermögen wirkt und eingesetzt wird.

Jan Köpper entwickelt die Wirkungstransparenz der GLS Bank momentan weiter. Für ihn und sein Team ist die Kernfrage dieses Veränderungsprozesses, welche Zukunft die GLS zusammen mit ihren Kunden anstrebt und wie diese gestaltet werden soll. Diese gesellschaftliche Wirkung messbar zu machen, ist laut Köpper eine komplizierte Aufgabe. Sie wird aber vor allem durch sogenannte Proxy-Indikatoren - Annäherungsindikatoren -, die dafür sorgen, dass Veränderungsprozesse angestoßen werden können, gelöst.

Reaktiv und aktiv den Klimawandel durch Gemeinschaft gestalten

Aber was können wir aus der Pandemie lernen, um den Klimaschutz weiter voranzutreiben? Jan Köpper ist sich sicher, dass ein Umdenken durch die wirtschaftlichen Einschnitte von Corona entsteht – und ein kollektives Bewusstsein für den Klimawandel möglich macht. Und auch Angelika Stahl betont, dass die Pandemie uns gelehrt habe, gemeinschaftlich Probleme anzugehen und ist sich sicher, dass es nur so in Zukunft auch gelingen könne, die Klimakrise zu bewältigen.


Zusammenhalten in der Krise

Zusammenhalten heißt Zusammenarbeiten - gerade in der Krise. Expertinnen und Akteure aus dem Stiftungssektor berichten über die aktuelle Lage und neue Herausforderungen, geben konkrete Ratschläge und bieten nicht nur digitale Lösungsvorschläge für die Stiftungsarbeit in Zeiten von Corona

Eine gemeinsame Initiative von: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Deutsches Stiftungszentrum, Deutsche Stiftungsakademie, Stiftung WHU, Stiftung&Sponsoring und Stifter TV.

Transparenzhinweis

Artikel von externen Autoren: Transparenz und Selbstverständnis

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