Klimaschutz – wie Stiftungen sich mit ihrem Kapital engagieren können

Stiftungen könnten verstärkt in Unternehmen investieren, die regenerative Energieanlagen betreiben oder alternative Antriebstechniken entwickeln.

Die traditionelle Strategie bei der Platzierung von Fördermitteln würde darin bestehen, die Zuwendungen in eine limitierte Zahl von Non-Profit-Organisationen zu geben, die sich für Klimaschutz einsetzen. Demgegenüber könnte durch die kriteriengeleitete Investition in klimaschonend arbeitende Industriebetriebe der Klimawandel womöglich weit wirkungsvoller beeinflusst werden.

So könnten Stiftungen verstärkt in Unternehmen investieren, die regenerative Energieanlagen betreiben oder alternative Antriebstechniken entwickeln. Über den Best-in-Class-Ansatz können sie ausschließlich in Unternehmen mit herausragender Klimapolitik investieren und damit einen Druck auf die Nachzügler ausüben. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich zusammen mit anderen Aktionären, z.B. über das "Carbon Disclosure Project", dafür einzusetzen, dass Unternehmen, die in der Entwicklung hinterherhinken, ihre CO2-Emissionen veröffentlichen und bekannt geben, welche Anstrengungen sie unternehmen werden, um sie zu senken.

Für Stiftungen mit entsprechender Ausrichtung und Kapazität besteht zusätzlich die Möglichkeit, Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern zu fördern und dafür Klimaschutzzertifikate zu erhalten. Diese Zertifikate können dann wieder veräußert werden, und der Geldzufluss kann erneut in Klimaschutzprojekte investiert werden.

Autoren

Melinda Weber, Antje Schneeweiß: Mission Investing im deutschen Stiftungssektor. Impulse für wirkungsvolles Stiftungsvermögen, Berlin 2012

Transparenzhinweis

Artikel von externen Autoren: Transparenz und Selbstverständnis

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