Auf dem Weg zum Finanzgipfel für Stiftungen

Kapital und Wirkung

Der Hausherr und ESMT-Präsident Prof. Jörg Rocholl stellte den besonderen Charakter des Forums Kapital und Wirkung gleich mit seiner Eröffnung heraus: Wo früher der DDR-Staatsrat darüber beraten hat, wie mit Staatsmitteln und „auf Pump“ die Welt zu verbessern sei, findet jetzt die Debatte statt, wie das heute mit privaten Stiftungsvermögen und Markterträgen geschehen kann.

Zum ersten Mal brachte der Bundesverband Deutscher Stiftungen in Partnerschaft mit der ESMT und der BMW Foundation Herbert Quandt alle Gruppen zusammen, die zusammen arbeiten müssen, um die Herausforderungen für die Vermögensanlage gemeinsam zu meistern: Große und kleine Mitgliedstiftungen, kommerzielle Partner, den Arbeitskreis Stiftungsvermögen und den Expertenkreis Impact Investing. Das Programm starteten Ise Bosch, Patrick Knodel und Antonis Schwarz, die ihre Erwartungen an Vermögensanlage aus Stifterperspektive erläuterten. Die Stifterinnenpreisträgerin fasste zusammen: „Ich erwarte von meinem Vermögen dasselbe wie von meinen Fördermitteln: größtmögliche positive Wirkung innerhalb der von mir gesetzten Regeln.“ Die folgenden Workshops befassten sich mit der Ertragsoptimierung, Sozialimmobilien und nachhaltiger Vermögensanlage, während die Abenddebatte mit dem ehemaligen MdB und Gründer der (u.a. stiftungsfinanzierten) Bürgerbewegung Finanzwende, Gerhard Schick, der von Stiftungen ein stärkeres Engagement für einen Finanzsektor forderte, der für die Gesellschaft arbeitet. Alle Beiträge weckten die Lust auf einen weiteren „Finanzgipfel“ für Stiftungen, den wir nun erneut für das kommende Jahr am selben Ort planen. 

Ideen dafür sind ab sofort willkommen!

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