Symposium “On Violence” im Museum MMK Museum für Moderne Kunst

Deutsche Bank Stiftung

Das Begleitprogramm “MMK Talks“ im Museum MMK für Moderne Kunst wird von der Deutsche Bank Stiftung seit 2010 gefördert, seit 2019 die “MMK Symposien“. Vom 2. bis 3. März 2019 findet im Rahmen der aktuellen Ausstellungen “Cady Noland“ und “Weil ich nun mal hier lebe“ das zweitägige international besetzte Symposium “On Violence“ statt, welches das verbindende Thema Gewalt aus verschiedenen Perspektiven untersucht.

Gewalt ist ein vielfältiger und überdeterminierter Begriff. Immer mehr Menschen spüren die faktische Zunahme von Gewalt und die Brutalisierung von ausgeübter Gewalt. Die offen rassistische, sexistische und klassenspezifische Diskriminierung und Angriffe – aber auch unterschiedliche Formen symbolischer Gewalt – zeugen von der Allgegenwart des Phänomens der Gewalt. Die Gewalt, die wir zurzeit erleben, hat auch zur Entstehung und Politisierung einer neuen Öffentlichkeit beigetragen, die sich in unterschiedlichen Ausdrucksformen manifestiert und neue Allianzen schafft und Subjekte ermutigt, ein anderes Leben zu führen.

Im Symposium On Violence“ wird struktureller Gewalt und spezifischen Gewaltformen in ihren vielfältigen physischen, historischen, symbolischen, ökonomischen, affektiven und epistemischen Dimensionen nachgegangen werden. Inwiefern sind Phänomene der Gewalt miteinander verbunden und ist Gewalt unserer Gesellschaft immanent oder (schon) Anzeichen eines Ausnahmezustands? Liegen ihre Ursachen im Individuellen oder sind sie gesellschaftlich zu verorten?

Das Symposium wird von Tobi Müller, Kulturjournalist und Autor, moderiert.
Die Vorträge werden auf Englisch gehalten. Der Eintritt ist frei. 
Bitte anmelden unter: symposium[at]mmk[punkt]art

Programm:

Samstag, 2. März

11–13 Uhr
Susanne Pfeffer: Introduction
Daniel Loick: Anarchy or Barbarism? Thoughts on Violence
Alberto Toscano: Sadism to Solidarity—Notes on Art, Philosophy and the Algerian War

14:30–16:30 Uhr
Sayak Valencia: Gore-Capitalism
Klaus Theweleit: The Fragmented Body. Feeling “free” through Violence

17–18 Uhr
Victoria Sanford: The Disappeared of Guatemala

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Sonntag, 3. März

11–13 Uhr
Vanessa Eileen Thompson: The Policed of the Earth. On Conditions of Un-Breathing and the Possibilities of Abolitionist Horizons (Anthropologin)
Nina Power: Philosophy as Self-Defence

14:30–16:30 Uhr
Geoffroy de Lagasnerie: Can We Be in Favour of Violence?
Patrisse Khan-Cullors: Black Lives Matter and Art

17–18 Uhr
Closing discussion

Weiterführender Link
Veranstaltungsort

Museum MMK für Moderne Kunst
Domstraße 10
60311
Frankfurt am Main