Ausstellung «Max Lingner – Auf der Suche nach der Gegenwart» im Institut français Berlin

Max-Lingner-Stiftung Berlin/Arlett Mattescheck
Kopf eines jungen Mannes mit Schirmmütze, um 1947

Im Zentrum der Ausstellung, die Max Lingners Werk erstmals seit langem in einem breiteren Überblick präsentiert, stehen das Schaffen des Künstlers in Frankreich ab 1929, u.a. als Pressezeichner, und nach seiner Rückkehr 1949 in die gerade gegründete DDR. Zu entdecken sind in ihrer Verbindung von Gegenständlichkeit und Reduktion meisterhafte Zeichnungen aus den 1930er Jahren, in denen Lingner die Pariser banlieue erkundete und mit den Vorstädten auch die Menschen der französischen Hauptstadt ins Bild setzte.

Zugleich thematisiert die Ausstellung einen vielschichtigen Bild- und Kulturtransfer zwischen Frankreich und Deutschland, u.a. anhand des wohl bekanntesten Werks Max Lingners in Berlin, des Wandbildes am Haus der Ministerien, dem heutigen Bundesfinanzministerium. Sie stellt die Frage, wie aus der «Suche nach der Gegenwart» ein Verlust der Wirklichkeit werden konnte. Und sie fragt mit den Zeichnungen des Künstlers nach der Aktualität seines Blicks auf den Menschen ebenso wie nach den Grenzen einer Bildsprache, in der ästhetische Wahrnehmung und politische Parteilichkeit in Konflikt gerieten.

Eine Ausstellung der Max-Lingner-Stiftung in Kooperation mit dem Centre Marc Bloch und dem Institut français Berlin. Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Kuratiert von Franck Hofmann und Rahel Melis

Der Eintritt ist frei.

Anlässlich der Vernissage am 17. Januar, 19 Uhr findet ein Gespräch zwischen Olaf Nicolai und Franck Hofmann statt: Gegenwärtigkeit – Max Lingners Realismus heute.

Veranstaltungsort

Institut français, Galerie im EG
Kurfürstendamm 211
10719
Berlin