Zahlen und Menschen

Liebe Stiftungsfreunde,

an unserem Haus Deutscher Stiftungen in Berlin in der Mauerstraße 93 prangen zum Tag der Stiftungen am 1. Oktober große Zahlen. Eine davon: 12 Millionen Euro täglich, über 4 Milliarden im Jahr für das Gemeinwohl – mehr als je zuvor. So viel geben allein die 4.000 untersuchten Stiftungen in die Gesellschaft. Wie kommt es zu dieser guten Nachricht? Leiden Stiftungen nicht wie andere Sparer auch unter der Niedrigzinsphase?

Aktuelle Zahlen zum Stiftungswesen in Deutschland
Julian Gross
Aktuelle Zahlen zum Stiftungswesen in Deutschland

Erfolgreiches Stiften ist anspruchsvoller geworden

Es stimmt, der Anteil der Vermögenserträge im Budget von Stiftungen ist gerade von 49 Prozent auf 38 Prozent gesunken. Aber Stiftungen haben es geschafft, mehr Mittel als im Vorjahr zu mobilisieren. Jede andere Branche, die sich von einem Jahr aufs nächste so dynamisch anpassen kann, wäre „big news“ in der Wirtschaftspresse.

Ausschlaggebend ist sicher auch, dass im Jahr 2016 über 500 Stiftungen neu errichtet wurden. Aber mehr Stiftungen allein sagen gar nichts darüber aus, wie wirkungsvoll eine Stiftung tatsächlich agiert, denn eine Stiftung braucht heute mehr als eine Rechtsform und etwas Geld, um Gutes zu tun. Erfolgreiches Stiften ist anspruchsvoller geworden. Am Tag der Stiftungen zeigen (übrigens in ganz Europa) Stiftungen, wie sie dieses Kunststück für uns alle schaffen: Indem in ihnen Menschen (meist ehrenamtlich) wirken, die sie leidenschaftlich, zuhörend, handelnd, partnerschaftlich und professionell mitten in der Gesellschaft zu zunehmend bunten Orten machen, die man nicht nur mit Zahlen beschreiben sollte, sondern persönlich erleben muss.

Einen guten Start in die Woche!

Ihr Felix Oldenburg

Der StiftungsBlog
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