Durch Einsatz von Kapital positive soziale Wirkung erzielen

Altes neu erzählt: Start-up Gründer stiftet sein Vermögen und geht in die Menschheitsgeschichte ein

Viele Start-up-Gründer träumen heute davon, Unternehmergeschichte zu schreiben. Sicherlich ist dies ein guter Weg, um zu gewisser Berühmtheit zu gelangen. Noch wirksamer, um sich dauerhaft im Menschheitsgedächtnis zu verankern, ist es wohl, als Unternehmer sowohl wirtschaftlich höchst erfolgreich zu sein als auch den erwirtschafteten Reichtum mit den Menschen zu teilen.

Einem dem das hervorragend gelungen ist, ist Jakob Fugger der Reiche. Durch Verknüpfung von Edelmetall-, Waren-, und Finanzierungsgeschäften stieg er zum führenden Kaufmann und Bankier seiner Zeit auf, ähnlich der Erfolgskarriere eines heutigen Start-up-Gründers. Dabei hat er, als einer der berühmtesten deutschen Kaufleute, schon früh darauf gesetzt, durch Einsatz von Kapital positive soziale Wirkung zu erzielen.

Die älteste Sozialsiedlung der Welt

Die Geschichte der Fuggerei in Augsburg begann bereits im Jahr 1514 mit dem gezielten Erwerb von Grundstücken. Diese wurden mit Häusern bebaut und die nach und nach entstandene Siedlung, die Jakob Fugger im Jahre 1521 auch im Namen seiner Brüder stiftete, immer wieder erweitert. Trotz vieler Rückschläge und vor allem kriegsbedingter Zerstörungen schaffte es die Stifterfamilie über Generationen, den Erhalt der mittlerweile ältesten bestehenden Sozialsiedlung der Welt zu erhalten.

So ist es auch über 500 Jahre später möglich, dass hier rund 150 bedürftige Augsburger Bürger katholischen Glaubens für eine Jahreskaltmiete von 0,88 Euro und täglich drei Gebeten leben können. Ein hervorragendes Beispiel, dass Stiftungsvermögen mit dem richtigen Investment Jahrhundertelang positive gesellschaftliche Wirkung erzielen kann.