Die Treuhandstiftung ist ein interessantes Instrument für das gemeinnützige Engagement eines potentiellen Stifters. Sie ist nach Errichtung leichter veränderbar als eine rechtsfähige Stiftung, unterliegt nicht der Stiftungsaufsicht und es gibt einen Treuhänder, der sich um die Verwaltung der Stiftung kümmert. Folgerichtig wird die Treuhandstiftung als einfaches, flexibles Gestaltungsinstrument im Stiftungsbereich immer beliebter.

Mit der Zahl der Treuhandstiftungen wächst auch das Interesse von Verwaltungen und anderen Dienstleistern, die sich als Treuhänder für Treuhandstiftungen zur Verfügung stellen. Gerade die aus Sicht eines Stifters interessanten Merkmale der Treuhandstiftung gegenüber der rechtsfähigen Stiftung bergen auch Gefahren in sich. Eine Treuhandstiftung, die in die Verwaltung eines unprofessionellen oder unseriösen Treuhänders gelangt, kann beispielsweise mit folgenden Problemen konfrontiert sein:

  • Vermischung von Interessen der Stiftung mit Interessen des Treuhänders
  • Vermögensverluste wegen hochriskanter Vermögensanlageprodukte
  • Verlust der Gemeinnützigkeit wegen unprofessioneller Verwaltung
  • Risiko des Vermögensverlustes bei Insolvenz des Treuhänders