Vier Organisationen zum Tag der Stiftungen als Siegelträger 2019 des Qualitätssiegels für gute Treuhandstiftungsverwaltung gewürdigt

Zum heutigen Tag der Stiftungen werden die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Stiftung Gemeinsam Handeln und die Wiesbaden Stiftung mit dem Qualitätssiegel für gute Treuhandstiftungsverwaltung ausgezeichnet. Diesen Treuhändern konnte im Oktober 2019 das Qualitätssiegel für gute Treuhandstiftungsverwaltung nach positiven Antragsprüfungen zuerkannt werden.

„Die mittlerweile 26 ausgezeichneten Siegelträger sind Leuchttürme in der Treuhandstiftungsverwaltung und sorgen für mehr Qualität im Sektor.“
Eike von Oppeln-Bronikowski

Berlin, 1. Oktober 2020. Das Siegel steht für Transparenz und Qualität in der Verwaltung von Treuhandstiftungen und wird in der Regel für drei Jahre an Treuhänder verliehen. Die Wiesbaden Stiftung erhält das Qualitätssiegel bereits zum zweiten Mal. Covid19-bedingt erhalten die vier Siegelträger das Siegel bis September 2023. Die Urkundenverleihung für die Treuhänder verschiebt sich auf den Deutschen Stiftungstag 2021.  

Eike von Oppeln-Bronikowski, Geschäftsführender Direktor des Vergabeausschusses, betont die Signalwirkung, die von den Siegelträgern ausgeht: „Das Qualitätssiegel für gute Treuhandstiftungsverwaltung gibt den Gründerinnen und Gründern von Treuhandstiftungen Gewissheit, dass ihre Stiftung professionell, transparent und verantwortungsvoll verwaltet wird. Die mittlerweile 26 ausgezeichneten Siegelträger sind Leuchttürme in der Treuhandstiftungsverwaltung und sorgen für mehr Qualität im Sektor.“  

Eine Treuhandstiftung (auch unselbstständige Stiftung genannt) wird in der Regel durch einen Vertrag zwischen dem Stifter und dem Treuhänder errichtet. Der Stifter überträgt das Stiftungsvermögen dem Treuhänder, der es getrennt von seinem eigenen Vermögen gemäß den Satzungsbestimmungen der Stiftung verwaltet. Anders als eine rechtsfähige Stiftung verfügt eine Treuhandstiftung über keine eigene Rechtspersönlichkeit und kann auch mit weniger als 50.000 Euro gegründet werden. Damit ist die Treuhandstiftung eine besonders flexible Art des Stiftens, aber auch eine besonders schutzbedürftige.  

Qualitätssiegel für gute Treuhandstiftungsverwaltung  

Das Qualitätssiegel für gute Treuhandstiftungsverwaltung wurde erstmals am 1. Oktober 2014 vergeben. Es wurde ins Leben gerufen, um Transparenz und Qualität im Sektor der Verwaltungen von Treuhandstiftungen zu fördern. Derzeit tragen 26 Organisationen das Siegel, darunter kirchennahe Treuhänder, Bürgerstiftungen, Universitäten und themenfokussierte sowie themenoffene Verwalter. Sie verwalten an die 1.500 Treuhandstiftungen mit einem Gesamtvermögen von 1,13 Milliarden Euro. 

Die Kriterien für das Siegel basieren auf den Grundsätzen guter Verwaltung von Treuhandstiftungen. Diese wurden 2012 vom Bundesverband Deutscher Stiftungen verabschiedet.  Das Siegel für die nächste Prüfrunde kann von Treuhändern bis zum 31. Oktober 2020 kostenfrei beantragt werden und wird im Rahmen des Deutschen Stiftungstages 2021 verliehen. Ein unabhängiger, 9-köpfiger Vergabeausschuss mit besonderer Expertise in den Bereichen Recht, Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung, Vermögensbewirtschaftung und der Treuhandstiftungsverwaltung prüft die Einreichungen. Angesiedelt ist der Vergabeausschuss beim Bundesverband Deutscher Stiftungen.  

Über den Tag der Stiftungen   

Wie vielfältig die Stiftungswelt ist und was ihr Engagement bewirkt, wird am europaweiten Aktionstag, dem Tag der Stiftungen, deutlich. Am 1. Oktober laden Stiftungen seit 2013 in ganz Deutschland auf Initiative des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen zum Tag der Stiftungen ein. Unter dem Motto „Wir zusammen“ zeigen sie im Corona-Jahr 2020, dass sich Stiftungen vor allem in Krisensituationen für die Gesellschaft einsetzen.