Anker in der Krise – Stiftungen als stabile Konstante der Gesellschaft

  • Stiften bleibt attraktiv - Anzahl der Stiftungsneugründungen steigt 2019 leicht
  • Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Rogall: Stiftungen sind gerade in Krisenzeiten ein Stabilitätsanker für unsere Gesellschaft

„Stiftungen halten zusammen und zeigen dadurch, dass sie eine tragende Säule unserer Gesellschaft sind, dass sie unverzichtbar sind für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Prof. Dr. Joachim Rogall

Berlin, 31. März 2020 Aktuelle Zahlen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen zeigen: Stiften bleibt attraktiv. 

Leichtes Plus von 2,1 Prozent – Stiftungssektor wächst weiter konstant

Um 2,1 Prozent ist die Zahl der rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts im Jahr 2019 gestiegen. 576 Stiftungen erhielten eine Anerkennungsurkunde. Zum Vergleich: 2018 waren es 554 Stiftungen. Auf 100.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger kommen damit aktuell 28 Stiftungen. Zu den jetzt 23.230 rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts kommt noch eine Vielzahl anderer Rechtsformen. 

Stiftungen sind ein Stabilitätsanker der Gesellschaft – gerade in Krisenzeiten

„Wer eine Stiftung gründet, ist zuversichtlich, die Zukunft positiv beeinflussen zu können. Diese Haltung macht Mut – gerade in der aktuellen Situation. Stiftungen halten zusammen und zeigen dadurch, dass sie eine tragende Säule unserer Gesellschaft sind, dass sie unverzichtbar sind für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagt Prof. Dr. Joachim Rogall, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. „Die Menschen können sich auf uns Stiftungen verlassen“, so Rogall weiter.

Blick auf die Bundesländer und Großstädte

Insgesamt gibt es 23.230 rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts in Deutschland. 88,6 Prozent davon haben ihren Sitz in den westlichen Bundesländern. Mit Blick auf das Stiftungswachstum liegt der Spitzenreiter unter den Bundesländern allerdings im Osten. Sachsen führt mit 4,9 Prozent die Tabelle an. Insgesamt liegt das durchschnittliche Wachstum in den Neuen Bundesländern mit 2,7 Prozent leicht über dem Bundesdurchschnitt von 2,1 Prozent. 80 der 576 neuen Stiftungen wurden in Ostdeutschland, inklusive Berlin, gegründet.

Hamburg bleibt das Bundesland mit den meisten Stiftungen im Verhältnis zur Zahl der dort lebenden Menschen: 78 Stiftungen gibt es dort pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die geringste Stiftungsdichte hat weiterhin Brandenburg mit 10 Stiftungen pro 100.000 Einwohnerinnnen und Einwohner.

Ein Blick auf die TOP 3 der Stiftungshauptstädte zeigt, dass Darmstadt seinen Weg an die Spitze weiter fortsetzt und kurz davor ist, deutsche Stiftungshauptstadt zu werden. Würzburg ist die einzige deutsche Großstadt in der es bisher noch mehr Stiftungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gibt. Oldenburg landet deutlich hinter Darmstadt auf Platz drei.

Katrin Kowark

Pressesprecherin
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