Neues Förderprogramm Postdoc Plus zur Stärkung des akademischen Mittelbaus der Universität Hamburg

Claussen-Simon-Stiftung

Die einjährige finanzielle und ideelle Förderung ermöglicht den Geförderten im direkten Anschluss an die Promotion eine Orientierungsphase, um ein neues Forschungsgebiet bzw. -thema zu erschließen, Drittmittel einzuwerben und sich auf eine anschließende Qualifikationsphase vorzubereiten (Juniorprofessur, Habilitation). Sie können außerdem am ideellen Förderprogramm der Claussen-Simon-Stiftung teilnehmen sowie externe Coachings und Workshops wahrnehmen. Außerdem beinhaltet das Stipendium die Etablierung einer Mentoring-Beziehung zum/zur Lehrstuhlinhaber/-in mit dem Ziel, das Betreuungsverhältnis regelmäßig gegenseitig zu evaluieren.

Dr. Regina Back, Geschäftsführender Vorstand der Claussen-Simon-Stiftung: „Mit Postdoc Plus unterstützt die Claussen-Simon-Stiftung herausragende frisch Promovierte der Universität Hamburg, die eine akademische Laufbahn anstreben. Wir schließen damit eine Lücke in der Existenzsicherung für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich häufig zwischen der Promotion und der weiteren akademischen Professionalisierung auftut. Die damit verbundene Stärkung des akademischen Mittelbaus trifft sich zudem mit einem Ziel, das dem Stifter Georg Wilhelm Claussen sehr am Herzen lag, nämlich dazu beizutragen, dass exzellente junge Forschende an Wissenschaftsstandorten in Deutschland eine Zukunft haben.“

Die Geförderten
Bereits im November 2017 startete Dr. Paul Elvers in die Förderung. Er promovierte am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik und an der Goethe-Universität Frankfurt/Main im Fach Systematische Musikwissenschaft. An der Universität Hamburg wird er weiter im Bereich Musikpsychologie forschen.
Dr. Michael Zerjadtke, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich für Alte Geschichte an der Universität Hamburg, startet im April 2018 in die Förderung. Er forscht u.a. zu Germanen und Römern, römischer Verfassungsgeschichte der Spätantike sowie Topoi in der Alten Geschichte.
Dr. Tim Ziemer startet im Mai 2018 in die Förderung. Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Systematische Musikwissenschaft der Universität Hamburg forscht u.a. zu den Themen Musik und Raum, zur Physik und Wahrnehmung des räumlichen Instrumentenklangs sowie zur Angewandten Psychoakustik.

Institutionelle Anbindung
Mit der Stipendienvergabe geht eine Stärkung des jeweiligen Fachbereichs einher. Als Kooperationspartnerin trägt die Universität Hamburg mit dazu bei, dass die Postdoc Plus-Stipendien ihre Wirkung für den Wissenschaftsbetrieb und den wissenschaftlichen Nachwuchs bestmöglich entfalten können. So stellen Fakultät oder Fachbereich Infrastruktur zur Verfügung, außerdem ein Budget für Sachmittel, Reisezuschüsse und Konferenzgebühren etc. in Höhe von 600 Euro pro Jahr. Die Erteilung und Honorierung eines Lehrauftrags gemäß der üblichen Besoldung wird durch die Fakultät ebenfalls zugesagt. Ziel ist außerdem die institutionelle Einbindung der Geförderten in die Gremienarbeit.

Durch das zügige Auswahlverfahren bietet Postdoc Plus eine flexible Anschubfinanzierung, dank derer die promovierten Wissenschaftler/-innen bei ihrer akademischen Professionalisierung unterstützt werden. Zunächst wurden nur Bewerbungen aus den Fachbereichen der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg entgegengenommen. Im Laufe des Jahres 2018 wird das Stipendienprogramm auch an weiteren Fakultäten der Universität Hamburg ausgeschrieben.

Links
www.claussen-simon-stiftung.de/de/wissenschaft-hochschule/postdocplus/
www.uni-hamburg.de

Kontakt

Sarah Conrad

040-38037150

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