Hertie-Stiftung zeichnet Schülerarbeiten zum Thema „Nächste Generation: Europäer?!“ aus

Frankfurt, 1.12.2017 Europa – das Thema polarisiert, und das nicht erst seit dem so genannten „Brexit“. Aber was verbinden Jugendliche mit Europa? Negatives wie Bürokratie, Jugendarbeitslosigkeit und Schuldenkrise – oder auch Positives wie Freizügigkeit, Frieden und Wohlstand? Um dies zu erfahren und auch einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen, hat die Hertie-Stiftung gemeinsam mit dem medienpädagogischen IZOP-Institut in Aachen die Initiative „Nächste Generation: Europäer?!“ durchgeführt. Über 650 Schülerinnen und Schüler aus 30 Gymnasialklassen aus dem ganzen Bundesgebiet sowie 10 Tageszeitungen haben sich daran beteiligt.

Die Schülerinnen und Schüler haben die mediale Berichterstattung ihrer jeweiligen Lokalzeitung zum Thema Europa analysiert und Recherchen zur Lebenssituation und dem allgemeinen Lebensgefühl in Europa durchgeführt. Sie haben Interviews mit Unternehmen, aber auch mit Mitschülern aus allen Teilen Europas geführt und anschließend eigene Artikel verfasst. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften und der jeweiligen Zeitungsredaktion haben sie eigene Sonderseiten gestaltet. Auf diese Weise haben sie die Charakteristika der Tageszeitung, ihre Struktur und Darstellungsformen des journalistischen Schreibens kennen und verstehen gelernt. Die teilnehmenden Tageszeitungen waren die Berliner Zeitung, Die Welt, die Frankfurter Neue Presse, das Hamburger Abendblatt, die Mitteldeutsche Zeitung, die Neue Westfälische, die Nürnberger Nachrichten, die Schwäbsiche Zeitung, die Thüringer Allgemeine und der Weser Kurier.

„Es war beeindruckend zu sehen, wie ausführlich und vor allem vielseitig sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Europa auseinandergesetzt haben. Sie haben nicht nur wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen mit einem jungen Blick analysiert, sondern auch die Lebenssituation von Mitschülern aus verschiedenen Ländern und deren Auffassungen von Europa dargestellt“, lobt John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Hertie-Stiftung und Jurymitglied, anlässlich der Preisverleihung. Die besten Zeitungsseiten wurden von einer Jury ausgewählt und prämiert.

1. Preis: 300 Euro an die 9. Klasse des Melanchthon-Gymnasiums in Nürnberg für die Veröffentlichung in den Nürnberger Nachrichten
2. Preis: 200 Euro an die Klasse 9a sowie den Kurs SoWI-EF des Goethe-Gymnasiums in Stolberg für die Veröffentlichungen in der WELT
3. Preis: 100 Euro an die AG des Elsensee-Gymnasiums in Quickborn für die Veröffentlichung im Hamburger Abendblatt

Zusätzlich hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Studienarbeiten zu einem selbst gewählten Thema einzureichen. Die Preisträger für die besten Studienarbeiten sind:
1. Preis: 150 Euro an Fynn Soltau von der KGS Waldschule in Schwanewede zum Thema „Der Brexit im Hinblick auf die EU-Politik und die Bürger der EU.“
2. Preis: 100 Euro an Hugar Rashid vom Gymnasium Stadtfeld in Wernigerode zum Thema „Rechtsruck in Europa. Der Einfluss der Flüchtlingskrise auf den Aufstieg rechter Parteien.“
3. Preis: 50 Euro an Max Steinhagen vom Goethe-Gymnasium in Stolberg zum Thema „Die Verteidigungs- und Sicherheitspolitik Europas.“

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