Schader-Preis 2019 für Christoph Möllers

Foto: Wissenschaftskolleg zu Berlin

Der Senat der Schader-Stiftung hat am 14. Dezember in Darmstadt den Schader-Preisträger für 2019 ausgewählt. Mit dem Preis wird der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Christoph Möllers LL.M. ausgezeichnet.

Christoph Möllers ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2012 ist er Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Der mit 15.000 Euro dotierte Schader-Preis würdigt Gesellschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die durch ihre Forschung und ihr öffentliches Wirken einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten.

Christoph Möllers arbeitet zum deutschen und vergleichenden Verfassungsrecht, zur Verfassungs- und zur Rechtstheorie. „Es gelingt ihm dabei, Grundfragen seiner eigenen Disziplin mit historischen, ethischen, philosophischen und politisch-praktischen Dimensionen zu verbinden. Beispielhaft hierfür ist seine jüngste Monographie Die Möglichkeit der Normen, in der er den juristischen Kernbegriff der Norm virtuos hinsichtlich seiner sozialen Wirksamkeit ausfaltet“, begründet Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und Sprecherin des Senats der Schader-Stiftung die Entscheidung für den diesjährigen Preisträger. „Indem er auf Wissensbestände der Literatur, der Soziologie, der Philosophie und der Politikwissenschaften zurückgreift, kann er zeigen, wie Normen lebenspraktische Bedeutung – und zwar nicht nur als Begrenzungen, sondern als Markierung von Möglichkeiten – gewinnen“.

Die Preisträger des Schader-Preises bilden den Senat der Stiftung, der den Auftrag des „Dialogs zwischen Gesellschaftswissenschaften und Praxis“ besonders im Blick hat.

„Christoph Möllers vermittelt die Erkenntnisse seiner wissenschaftlich exzellenten Arbeiten nicht nur in den Wissenschaften, sondern auch in pointierten und hoch informativen Wortmeldungen in der Presse und der breiten Öffentlichkeit. Zugleich sind seine Arbeiten inhaltlich an viele Disziplinen der Gesellschaftswissenschaften anschlussfähig und ergänzen das Spektrum der Schader Stiftung vorzüglich“, so Allmendinger weiter.

Christoph Möllers, geboren 1969, studierte Rechtswissenschaften, Philosophie und Komparatistik in Tübingen, Madrid und München. Nach Promotion und den beiden Staatsexamen schloss er 1995 als Master of Laws an der University of Chicago Law

School ab und habilitierte 2004 an der Universität Heidelberg, Venia Legendi für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie, Europa- und Völkerrecht. Es folgten Professuren in Münster und Göttingen, seit 2009 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Der Schader-Preis wird im Mai 2019 in Darmstadt überreicht. Verliehen wird er vom Senat der Schader-Stiftung, dem die Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre angehören: Prof. Dr. Otfried Jarren (2018), Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (2017), Prof. Dr. Christine Landfried (2016), Prof. Dr. Dr. h.c. Angelika Nußberger (2015), Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D. (2013), Prof Dr. Dres. h.c. Paul Kirchhof (2012) und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Lepenies (2010).

Die Schader-Stiftung fördert seit 1988 den Dialog zwischen Gesellschaftswissenschaften und Praxis.