Barbara Helwing wird Direktorin des Vorderasiatischen Museums, Claudia Martin-Konle übernimmt Benutzungsabteilung der Staatsbibliothek

Der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat heute einstimmig weitreichende Personalentscheidungen für die Staatlichen Museen zu Berlin und die Staatsbibliothek zu Berlin getroffen.

Das Vorderasiatische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin wird ab dem Frühjahr 2019 von Barbara Helwing geleitet. Sie folgt auf Markus Hilgert, der seit dem 1. Juni 2018 Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder ist. Frau Helwing studierte Vorderasiatische Archäologie, Vor- und Frühgeschichte und Anthropologie an der Universität Heidelberg und wurde dort auch mit einer Arbeit über spätchalkolithische Keramik aus Südanatolien promoviert. Nach ihrer Promotion schloss sich eine Tätigkeit als Dozentin an der Bilkent Universität Ankara an, bevor sie im Jahr 2000 an das Deutsche Archäologische Institut wechselte, zunächst als Referentin für Iranische Archäologie in der Eurasien-Abteilung und später als Leiterin der Außenstelle Teheran. Während dieser Zeit wurde sie im Jahr 2008 an der Universität Tübingen habilitiert und erhielt die Lehrbefugnis für das Fach Vorderasiatische Archäologie. Frau Helwing hat nicht nur intensiv geforscht, ihr war auch die Kommunikation von Fachinhalten an ein breites Publikum ein großes Anliegen. 2017 kuratierte sie die Ausstellung „Iran. Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste“ in der Bundeskunsthalle, ein Jahr zuvor ging sie an die Universität Sydney, wo sie bislang den Edwin Cuthbert Hall Lehrstuhl für Archäologie des Mittleren Ostens innehat. Frau Helwing sieht ein hohes Potential im Dialog des Vorderasiatischen Museums mit den benachbarten Häusern auf der Museumsinsel und dem Humboldt Forum. Sie will in der Vermittlung neue Wege gehen und die internationale Zusammenarbeit intensivieren.

Eine neue Personalie auch in der Staatsbibliothek: Claudia Martin-Konle wird im kommenden Jahr die Benutzungsabteilung übernehmen. Sie studierte Germanistik und Psychologie und arbeitete in verschiedenen Funktionen an der Universitätsbibliothek Gießen. Sie sieht die Bibliothek als Ort, um digitale Medien und Informationskompetenz ihrer Nutzerinnen und Nutzer auszubauen. Ebenso möchte sie mithilfe von Befragungen Veränderungen anstoßen, um neue Nutzergruppen zu gewinnen und den Service der Bibliothek als Lese- und Lernort für unterschiedliche Nutzergruppen weiterzuentwickeln.

Pressebilder: www.preussischer-kulturbesitz.de/newsroom/presse/pressebilder.html

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