Stiftung der Deutschen Wirtschaft transferiert Kompetenzen zur Studien- und Berufsorientierung in die Bundesländer

sdw/Christian Schneider-Broecker
Das neue Handbuch für Hamburger Schulen.

Wie kann man die Studien- und Berufsorientierung in der gymnasialen Oberstufe verbessern und beteiligte Akteure stärker verzahnen? In einem Transferprojekt findet die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) mit verschiedenen Unterrichtsmaterialien Antworten auf diese Frage und bringt im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit Erfahrungen und Wissen in die Landeskonzepte zur Beruflichen Orientierung von fast allen Bundesländern ein.

Mit Hamburg und Niedersachsen wurde jetzt in zwei weiteren Bundesländern das Handbuch „Berufliche Orientierung wirksam begleiten“ vorgestellt. Es ist Kern des bundesweiten Vorhabens, das die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit umsetzt. Ziel ist es, Angebote zur beruflichen Orientierung in der gymnasialen Oberstufe weiter zu verbessern. Die Beraterinnen und Berater für akademische Berufe der Agenturen für Arbeit und die Lehrkräfte der gymnasialen Oberstufe sollen zukünftig Studien- und Berufsorientierung noch stärker als gemeinsame Aufgabe wahrnehmen.

Die Handbücher enthalten zahlreiche Unterrichtsmaterialien, die mit Unterstützung der Kultusministerien der Länder und den Regionaldirektionen der Bundesagentur für Arbeit für die einzelnen Bundesländer individuell angepasst werden. Neben Hamburg und Niedersachsen ist das Handbuch schon in Sachsen und Hessen erschienen. Weitere Länder folgen 2019. In einem Modellprojekt hat die sdw in Kooperation mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und dem Bayerischen Kultusministerium bereits 2015 ein erstes Handbuch veröffentlicht und dabei auf ihre Konzepte aufgebaut, die sie im Förderprogramm Studienkompass seit 2007 erfolgreich erprobt hat.

Die Bundesagentur für Arbeit und die sdw stellen gemeinsam mit den jeweiligen Kultusministerien und Senatsverwaltungen die Bücher den Lehrkräften vor und bieten Workshops an, bei denen Lehrkräfte und Berufsberaterinnen und Berufsberater diskutieren, wie die im Handbuch enthaltenen Unterrichtseinheiten die Berufsorientierungs-Konzepte in der gymnasialen Oberstufe bereichern und erweitern können. Dafür bietet das Handbuch zahlreiche Methoden und Ideen und wirft dabei einen besonderen Blick auf die stärkere Verzahnung von Lehrkräften und Berufsberaterinnen und –beratern der Bundesagentur für Arbeit.

Bei der Buchvorstellung in Hannover konnte Saskia Wittmer-Gerber, Bereichsleiterin des sdw-TransferLabs, nicht nur die Unterrichtsmaterialien präsentieren, sondern auch den ersten erfolgreichen Praxistest präsentieren. Schülerinnen und Schüler der gastgebenden Leibnizschule haben eine Unterrichtseinheit erfolgreich getestet und stellten ihre Ergebnisse dem Publikum vor. Ihr Fazit bestätigte die Zielsetzung des Vorhabens, das Kultusminister Tonne auf der Veranstaltung formulierte: „Schülerinnen und Schüler sollen Berufsfelder kennenlernen und in der Folge eine klarere Vorstellung davon haben, welchen beruflichen Weg sie einschlagen möchten, ob duale Ausbildung oder Studium.“

Weiter Infos unter sdw.org/transferlab