Deutscher Integrationspreis 2018: Die Finalisten stehen fest

Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Frankfurt am Main, 8. Oktober 2018. Die Finalisten des Deutschen Integrationspreises 2018 stehen fest. Eine hochkarätig besetzte Jury mit namhaften Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Medien und Öffentlichkeit hat 27 Projekte hinsichtlich ihrer Wirkungspotenziale, Skalierbarkeit, Bedarfsorientierung und insbesondere der Mitwirkung von Geflüchteten bewertet. Die sechs Projektideen mit den überzeugendsten Lösungsansätzen haben nun die Chance, die Jury im Finale noch einmal persönlich von sich zu überzeugen. Die Preisverleihung mit öffentlichem Pitch findet am 8. November 2018 in Frankfurt am Main statt.

Mit dem Deutschen Integrationspreis unterstützt die Gemeinnützige Hertie-Stiftung in diesem Jahr zum zweiten Mal überzeugende Integrationsprojekte von und für Geflüchtete. Die Förderung der Projektideen erfolgt über eine Kombination aus Stifungspreisgeld und Crowdfunding. Insgesamt 27 Projekte waren nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Phase in die Umsetzung gegangen. Sechs von ihnen stehen nun im Finale des Deutschen Integrationspreises. „Die Vielfalt an Projektideen und das Engagement aller Beteiligten ist beeindruckend. Es war nicht einfach, unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Finalisten zu bestimmen. Ein entscheidendes Kriterium ist, dass sich die Projekte nicht nur für Geflüchtete einsetzen, sondern sie auch in die Umsetzung mit einbeziehen“, betont Juror Hans-Jörg Vetter, Vorsitzender des Kuratoriums der Hertie-Stiftung. Die sechs Finalisten präsentieren ihre Ideen am 8. November 2018 in einem öffentlichen Pitch der Jury. Anschließend wählt diese die drei Preisträger aus, die insgesamt 100.000 Euro erhalten.

Die Finalisten sind:

  • Camp One (Berlin) – organisiert Tandem Workshops von Geflüchteten gemeinsam mit Fachkräften, Psychologen und Unternehmensberatern zu Themen wie Resilienz im Beruf oder Diversität in Organisationen
  • Flüchtlingspaten Syrien (Berlin) – ermöglicht Familiennachzug für Geflüchtete aus Syrien mithilfe von privaten Bürgschaften und unterstützt bei Sprachkursen sowie der Job- und Wohnungssuche.
  • Hacker School PLUS (Hamburg) – begeistert Kinder für IT, baut Geflüchteten eine Brücke in den Arbeitsmarkt und vernetzt Unternehmen mit neuen Fachkräften.
  • Space2groW (Berlin) – Frauen mit eigener Fluchtgeschichte bieten berlinweit Workshops und Beratungsgespräche für geflüchtete Frauen zu Familienplanung und Gesundheit an.
  • Teachers on the Road (Frankfurt am Main) – bietet kostenlose, offene und niedrigschwellige Deutschkurse für Geflüchtete und unterstützt sie bei Behördengängen, der Suche nach Ausbildung und Beruf sowie bei Asylverfahren.
  • Triaphon (Berlin) – löst das Problem der Sprachbarriere bei der Behandlung von Patienten mit Migrations- oder Fluchthintergrund mit einem telefonischen 24h-Übersetzungsdienst für Krankenhäuser und Arztpraxen.

Nach einer Vorauswahl aus allen Bewerbungen warben 27 Integrationsprojekte vom 9. April bis zum 9. Mai 2018 auf der Crowdfunding-Plattform Startnext um finanzielle Unterstützung für ihre Vorhaben. Mehr als 10.000 Menschen folgten dem Aufruf und spendeten insgesamt rund 380.000 Euro. Die Projektideen mit den meisten Unterstützern honorierte die Gemeinnützige Hertie-Stiftung mit Preisgeldern von insgesamt 150.000 Euro.

Weitere Informationen:
2018 wird der Deutsche Integrationspreis von der Initiative Integration durch Bildung des
Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e.V. gefördert.
Eine Beschreibung der sechs Finalisten liegt dieser Pressemeldung bei.

www.deutscher-integrationspreis.de

Pressekontakt:
Katharina May
Pressebüro „Deutscher Integrationspreis“
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