Zwölf Thomas Mann Fellows gehen 2020 nach Los Angeles

Berthold Leibinger Stiftung GmbH

77 Intellektuelle hatten sich beworben, zwölf werden nächstes Jahr nach Kalifornien gehen: der Autor und Journalist Mohamed Amjahid, der Politikwissenschaftler Professor Dr. Rainer Forst, die Architekturjournalistinnen Doris Kleilein und Friederike Meyer, der Literaturwissenschaftler Professor Dr. Friedhelm Marx, die Fernsehjournalistin Birte Meier, der Rechtswissenschaftler Professor Dr. Christoph Möllers, die Amerikanistin Professor Dr. Heike Paul, der Medienwissenschaftler und -historiker Professor Dr. Claus Pias, der Medienwissenschaftler Professor Dr. Bernhard Pörksen, die Kunsthistorikerin Professor Dr. Katharina Sykora und der Politikwissenschaftler Professor Dr. Michael Zürn

Sie alle haben die Gelegenheit und den Auftrag vom Wohnhaus Thomas Manns aus, Netze in die amerikanische Gesellschaft zu bilden und in Austausch mit der amerikanischen Lebenswirklichkeit zu treten.

Themen und Fragestellungen, die die Thomas Mann Fellows in ihren drei- bis sechsmonatigen Arbeitsaufenthalten mit US-amerikanischen Ansprechpartnern und Institutionen diskutieren wollen, sind zum Beispiel die Möglichkeiten, Inklusivität in der deutschen Sprache abzubilden oder die Frage, wie gesellschaftliche Prozesse und neue Formen des Zusammenlebens die städtebaulichen Planungskultur verändern. Oder beispielsweise, was könnte man in Deutschland in puncto gender pay gaps lernen, und wie könnte digitale Aufklärung und ein Konzept der Medienmündigkeit zu einer neuen publizistischen Verantwortung in digitalen Wirkungsnetzen beitragen?

Michelle Müntefering, Staatsministerin für internationale Kulturpolitik dazu: „Kaum etwas hat Thomas Mann während seiner Zeit in Amerika so intensiv beschäftigt wie die Fragen nach den Ursachen des Faschismus, nach Demokratie und Freiheit – Themen von globaler Aktualität. Die Thomas Mann Fellows werden im kommenden Jahr an diesen Fragen arbeiten. Um Antworten zu finden, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, müssen wir auf beiden Seiten des Atlantiks nach Antworten suchen. Ihre Arbeit trägt dazu bei, den transatlantischen Dialog und gegenseitiges Verständnis zu fördern.“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte: „Die herausragenden nominierten Persönlichkeiten werden […] als Brückenbauer zwischen den Kontinenten und Menschen wirken können. Die neuen Fellows werden mit ihrer Kreativität und Experimentierfreude den transatlantischen Gedankenaustausch weiter beleben, Verständigung über Grenzen hinweg ermöglichen und Verbindendes sichtbar machen. Gerade in diesen Zeiten ist es für die europäisch-amerikanische Zusammenarbeit wichtig, dass das Thomas Mann House mit Gesprächs- und Diskursangeboten ein Ort der Verständigung über gemeinsame Werte und Ziele der USA und Deutschlands wird.“

Die Berthold Leibinger Stiftung, die Robert Bosch Stiftung und die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördern die Thomas Mann Fellowships großzügig.

Das Thomas Mann House in Trägerschaft des Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. ist ein Residenzhaus für ausgezeichnete Wissenschaftler, und Intellektuelle aus allen Disziplinen, die den geistigen und kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den USA pflegen wollen.

Der Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. wird maßgeblich vom Auswärtigen Amt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt und fördert als unabhängiger und parteipolitisch ungebundener Mittler der Bundesrepublik Deutschland den geistigen und kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika.

Kontakt

Brigitte Diefenbacher

+49 7156 303-35-201

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