Stiftung „Ecken wecken“ organisiert Corona-Nachbarschaftshilfe in Leipzig und gibt Erfahrungen gerne an andere Stiftungen weiter

Stiftung "Ecken wecken"

Aufgrund der Corona-Krise hat die Leipziger Stiftung „Ecken wecken“ am 15. März eine Initiative zur Nachbarschaftshilfe in ihrer Stadt angeschoben. Sie bringt Freiwillige mit Menschen zusammen, die Unterstützung benötigen – zum Beispiel beim Einkauf und beim Hundeausführen. Das Unterstützungsangebot richtet sich an ältere und kranke Menschen, Personen in häuslicher Quarantäne, Menschen mit Behinderungen, Alleinerziehende und Familien Berufstätiger, die in sogenannten systemrelevanten Bereichen arbeiten.

„Gerne geben wir unsere Erfahrungen an andere Stiftungen weiter“, bietet Thorsten Mehnert an. Über den aktuellen Stand des Projekts und Erfahrungen berichtet die Stiftung tagesaktuell auf ihrer Website.

Große Resonanz

Bis zum 1. April, 17 Tage nach Veröffentlichung des Angebots, haben sich schon 951 Helferinnen und Helfer bei der Stiftung registrieren lassen. 71 Unterstützungen kamen bis dahin zustande – 24 telefonische Beratungsgespräche und 47 erstmalige Einsätze vor Ort. Hier geht die Stiftung davon aus, dass der Kontakt auch für weitere Einsätze bestehen bleibt.

„Auch andere Organisationen haben viiiel mehr Unterstützer*innen als Menschen, die tatsächlich Unterstützung anfordern. Das ist gut so, denn in der aktuellen Situation wissen wir nicht, in welcher Form und in welchem Umfang wir uns gegenseitig noch werden helfen müssen. Also besser zu viele, als zu wenige“, schreibt die Stiftung in ihrem aktuellen Newsletter.

Um das Angebot bekannter zu machen, helfen Freiwillige, indem sie Menschen persönlich darauf hinweisen und ein online bereitgestelltes Plakat in ihrer Umgebung aushängen. „Auch Pressepräsenz ist wichtig“, so Mehnert. Am 17. und 20. März erschienen in der Leipziger Volkszeitung die ersten Artikel. Der MDR berichtete ebenfalls mehrfach, ebenso zahlreiche andere Medien und Portale.

So funktioniert’s

Auf der Internetseite der Stiftung können sich Interessierte informieren und dann per E-Mail oder telefonisch melden. Helferinnen und Helfer geben neben ihren Kontaktdaten an, in welchen Aufgabenfeldern sie unterstützen möchten. Dies speichert die Stiftung in ihrem System. Wer Unterstützung sucht, hinterlässt seinen Bedarf, seine Kontaktdaten und den Terminwunsch.

Geht ein Hilfegesuch ein, ermittelt die Stiftung maximal drei Unterstützungswillige aus der Umgebung und kontaktiert diese per E-Mail – aus Datenschutzgründen zunächst nur mit knappen Informationen (Straße, Unterstützungs- und Terminwunsch). Wer von Helferseite zuerst antwortet, erhält die Kontaktdaten des Unterstützungssuchenden und meldet sich dort direkt.

Zudem bietet die Stiftung auf ihrer Internetseite ein Plakat zum Download an, das Bewohner von Mehrfamilienhäusern aushängen und damit anbieten können: „Ich kaufe ein für unser Haus“.

Kontakt

Thorsten Mehnert

0177-2679408

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