Safe Water Enterprise verkauft millionsten Liter Trinkwasser in Wath Onger, Kenia

Social Enterprises funktionieren: Mit einer Million Liter verkauftem Trinkwasser in sechs Monaten setzt der Kiosk in Wath Onger einen neuen Meilenstein.

Drei von zehn Menschen weltweit haben keinen Zugang zu Trinkwasser – die Hälfte davon lebt in Afrika südlich der Sahara. Auch in der Region Migori in West-Kenia mangelt es an sauberem Wasser. Seit einem halben Jahr ist dort in der Gemeinde Wath Onger ein Wasserkiosk der Siemens Stiftung in Betrieb. Er ist eines von 20 Safe Water Enterprises, die abgelegene Gemeinden in Ostafrika mit erschwinglichem, gefiltertem Trinkwasser versorgen.

Initiiert wurde der Kiosk in Wath Onger von der Community Group LAVISO (Lake Victoria Aids Support Organization). Nach umfangreicher Standortanalyse zu Technik, Installation, örtlichem Bedarf und Partnern wurde der Kiosk im Februar 2019 unter lokaler Leitung und mit Unterstützung der Siemens Stiftung aufgebaut.

Schnell zeigten sich positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Gemeinde. Die Region Migori hat mit regelmäßigen Cholera- und Typhus-Ausbrüchen zu kämpfen, doch seit Installation des Wasserkioskes gibt es keinen erneuten Cholera-Fall in Wath Onger. „Auch Typhus und andere wasserinduzierte Erkrankungen gehen laut jüngsten Statistiken zurück“, stellt Christine Meinhardt, Projektkoordinatorin der Safe Water Enterprises, fest. Der Kiosk schafft zudem Einkommensmöglichkeiten für Frauen wie Rosemary Achieng, die als mobile Wasserverkäuferin den Lebensunterhalt für sich und ihre vier Kinder sichert.

Das überzeugt die Menschen vor Ort. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde nach kurzer Zeit ein zweiter SkyHydrant Filter installiert. Während zu Beginn circa 1.000 Liter am Tag gefiltert werden konnten, sind es nun bis zu 20.000 Liter. Bereits im Laufe des ersten halben Jahres wurden eine Million Liter sauberes Trinkwasser verkauft. Diesen Erfolg feierte das Safe Water Enterprise Team im Rahmen eines Free Water Days zusammen mit dem lokalen Wasser-Komitee, den Mitarbeitern, Gesundheitsarbeitern und der Gemeinde.

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Julia Kirchweger

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