Preis der Dwight und Ursula Mamlok-Stiftung für Interpretinnen und Interpreten zeitgenössischer Musik in Berlin 2020

Die Komponistin Ursula Mamlok (1923-2006)

Der Dwight und Ursula Mamlok – Preis wird an Solist*innen und/oder an ein Ensemble vergeben, die sich insbesondere der Aufführung zeitgenössischer Musik widmen und daran interessiert sind, die Musik von Ursula Mamlok aufzuführen.

Die Komponistin Ursula Mamlok (1923 - 2016) ist geborene Berlinerin und musste, aufgrund ihrer jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt, 1939 über Ecuador in die USA fliehen. Hier lebte sie 66 Jahre und studierte und lehrte u. a. an der Manhattan School of Music Komposition. Die letzten 10 Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Berlin, wo ihr in hohem Alter ein erfolgreicher Neustart als Komponistin gelang.

Bereits zu Lebzeiten hat Ursula Mamlok die Gründung einer Stiftung und deren Satzung testamentarisch verfügt. Am 3. Februar 2016 trat die gemeinnützige Dwight und Ursula Mamlok – Stiftung mit einer Auftaktveranstaltung an die Öffentlichkeit.

Die Preisvergabe erfolgt jährlich alternierend in Berlin und New York. Der Dwight und Ursula Mamlok-Preis für Interpretation zeitgenössischer Musik wird 2020 in Berlin verliehen.

Der Geldpreis wird in folgender Staffelung verliehen:

Solist/Solistin                     6.000 €
Duo                                      8.000 €
Trio                                      10.000 €
Quartett                             12.000 €

und mehr Musiker*innen

Eine Eigenbewerbung für den Preis ist nicht möglich.

Vorschläge können bis 15. Januar im Jahr der Preisvergabe eingereicht werden an brand[at]mamlokstiftung.com

Vorschläge für die Preisvergabe können z. B. Lehrende von Musikhochschulen, Komponist*innen, ausübende Musiker*innen, Musikjournalist*innen oder Musikwissenschaftler*innen einreichen.

Die vorgeschlagenen Musiker*innen bzw. Ensembles sollten einen Studienabschluss an einer Musikhochschule vorweisen und über Erfahrung in der Aufführungspraxis Neuer Musik verfügen. Dazu gehört auch ein besonderes Engagement für die zeitgenössische Musik.

Die Interpret*innen sollten am 31. Januar im Jahr der Preisverleihung maximal 35 Jahre alt sein. Das Durchschnittsalter für Ensembles soll nicht über dieser Altersgrenze liegen.

Nach Eingang des Vorschlags wird die Stiftung ein Portal zur Online-Bewerbung freischalten.  

Die Bewerbungsfrist endet am 24. Januar 2020 Details hier: www.mamlokstiftung.com

Die Preisverleihung findet am Dienstag, den 5. Mai 2020 in Berlin im Rahmen eines Abendkonzertes unter Mitwirkung der Preisträger*innen statt.
 

Der Jury gehören an:

Adele Bitter (Cellistin und Mitglied des Deutschen Sinfonieorchesters Berlin)

Frank Kämpfer (Redakteur der Abteilung Neue Musik im Deutschlandfunk)

Prof. Dr. Wolfgang Rathert (Musikwissenschaft Ludwig-Maximilians-Universität München)

Prof. Hartmut Rohde (Viola, Universität der Künste Berlin und HON Royal Academy London)

Habakuk Traber (Musikwissenschaft)

Dr. Margarete Zander (Musikjournalistin)

Für die Mamlok-Stiftung:

Bettina Brand (Musikwissenschaftlerin, Geschäftsführerin der Mamlok-Stiftung)

Dr. Nicolai von Cube (Rechtsanwalt, Vorsitzender der Mamlok-Stiftung)

Im Mai 2018 wurde der Dwight und Ursula Mamlok-Preis zum ersten Mal in Berlin verliehen und ging an das Trio Catch mit Boglárka Pecze (Klarinette), Eva Boesch (Violoncello), Sun-Young Nam (Klavier) https://www.triocatch.com/de/home.html

2019 in New York wurden zwei Preise vergeben: Der Dwight und Ursula Mamlok-Preis ging an das MIVOS Quartet mit Olivia De Prato und Maya Bennardo, Violinen, Victor Lowrie Tafoya, Viola, and Tyler J. Borden, Cello.  https://www.mivosquartet.com/

Mit dem Dwight und Ursula Mamlok Advancement Award wurde Amber Evans, Sopranistin, Komponistin und Dirigentin, ausgezeichnet. http://www.amberevansmusic.com/