Mangroven – Hotspots der Biodiversität

Foto: Karl Schrader
Mangroven im Rewa Estuar, Fidschi

Mangroven leben im Gezeitenbereich tropischer und subtropischer Küsten und bilden hier die Schnittstelle zwischen Land und Ozean. Schlangen, Vögel, unzählige Insektenarten, Meeresschildkröten, Alligatoren und Salzwasserkrokodile finden hier Nahrung und Schutz. Sie sind Kinderstube für Haie, Rochen und anderen Fische.

Ansätze, diese einzigartigen Wälder wieder aufzuforsten, können die Verluste nicht auffangen. Derzeit verlieren wir sie noch schneller als tropische Regenwälder. Von den schätzungsweise 240.000 km2 Mangroven, die es Anfang der 90er-Jahre gab, sind bis 2012 bereits etwa 40 % – das sind ca. 100.000 km2 – verloren gegangen!

Deshalb unterstützt die Deutsche Stiftung Meeresschutz zwei neue Forschungsarbeiten zum Schutz von Mangroven *:

Forschungsprojekt „Schnecken und Mangroven“ – Südafrika

Im Kleinen ist oft Großes verborgen. So wird der ökologischen Funktion sogenannten Kleingetiers wie Krebsen oder Schnecken viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Daher will Niklas Reinhardt mit seiner Masterarbeit zur ökologischen Funktion von Schnecken in Mangrovenwäldern dazu beitragen, die Prozesse in diesem Ökosystem besser zu verstehen.

Nachhaltige Fischerei in Mangrovenwäldern - Fidschi

Karl Schrader will im Rahmen seiner Masterarbeit die Nachhaltigkeit der Nutzung der Mangroven auf Fidschi erforschen. Dies soll anhand der für die Subsistenzfischerei relevanten Arten (Krabben, Maulwurfskrebse sowie Schnecken) unter den Aspekten der Artenvielfalt und Abundanz untersucht werden.

*Masterarbeiten im Studiengang „International Studies of Aquatic Tropical Ecology“ in Verbindung mit dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), Arbeitsgruppe „Mangroven Ökologie“, Prof. Dr. Martin Zimmer.

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Ulrich Karlowski

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