Klaus Tschira Stiftung und German Scholars Organization fördern elf junge Forschende mit je 80.000 Euro

Zweiter Jahrgang für den Klaus Tschira Boost Fund ausgewählt

Heidelberg/Berlin, 20. April 2020. Knochen, die sich selbst regenerieren, Mini-Mägen aus dem 3D-Drucker und eine Migräne-App – diese und weitere Projekte haben junge Forschende im vergangenen Jahr mithilfe einer Förderung aus dem Klaus Tschira Boost Fund angestoßen. Nach der erfolgreichen Erstauflage der Förderung haben die Klaus Tschira Stiftung (KTS)  und der Verein German Scholars Organization (GSO) nun zum zweiten Mal junge Forschende ausgewählt, die über das Programm unterstützt werden. In den kommenden beiden Jahren erhalten elf weitere Nachwuchswissenschaftler bis zu 80.000 Euro an Fördermitteln für ihre Projekte.

Das Programm richtet sich an exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik. Mit den unabhängigen Fördermitteln des Klaus Tschira Boost Funds können die Fellows eigene Projekte innerhalb von zwei Jahren umsetzen. Unterstützt werden dabei vor allem  interdisziplinäre sowie internationale Projekte, auch gewagtere Forschungsvorhaben. Ziel des Programms ist es, jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern möglichst früh zu ermöglichen, unabhängig zu forschen und ihr Profil zu schärfen.

Gleichzeitig werden die Fellows in ein Netzwerk aus Alumni und Fellows des ersten Jahrgangs eingebunden. Karriereworkshops und Vernetzungsevents ermöglichen den Fellows, sich persönlich und beruflich weiter zu entwickeln. „Wir freuen uns, dass wir hier im zweiten Jahrgang junge, ambitionierte Forschende finanziell und ideell bei der Umsetzung ihrer spannenden Projekte unterstützen können“, sagt Beate Spiegel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung.

Das Programm setzt dabei gezielt auf Forschende, die ihre Doktorarbeit erst kürzlich abgeschlossen haben oder das erste Mal eine Nachwuchsforschungsgruppe übernehmen.

 „Wir waren beim Treffen des ersten Jahrgangs beeindruckt von der Motivation und den bisherigen Leistungen der Fellows. Wir freuen uns daher sehr darauf, weitere junge Forschende dabei zu unterstützen, ihr Potential bestmöglich zu nutzen“, sagt Anne Schreiter, die Geschäftsführerin der German Scholars Organization.

Die Fellows des zweiten Jahrgangs forschen unter anderem an den Schnittstellen von Chemie und Neurowissenschaften, in der  Virologie und in der Astrophysik. Sie wurden von einem Gremium aus Professorinnen und Professoren, Senior Scientists sowie erfahrenen Wissenschaftsmanagern ausgewählt. Neben fachlicher Exzellenz bewerteten die Gutachterinnen und Gutachter auch die Motivation und das Potential der Bewerberinnen und Bewerber.

Weitere Infos zum Programm unter: www.gsonet.org

 

Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015) mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind: Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter: www.klaus-tschira-stiftung.de

Die German Scholars Organization e.V. (GSO) ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Verein, der 2003 von deutschen Wissenschaftlern und Unternehmensvertretern gegründet wurde. Zentrales Anliegen der GSO ist es, WissenschaftlerInnen, die sich für eine akademische oder auch außerakademische Karriere in Deutschland interessieren, durch individuelle Karriereberatung und innovative Förderprogramme zu unterstützen. Dabei setzt sich die GSO auch dafür ein, dass die Bedingungen am Standort Deutschland noch attraktiver werden. Neben dem Klaus Tschira Boost Fund führt die GSO mit der Klaus Tschira Stiftung gGmbH und weiteren Partnern eine Leadership Academy für Postdocs im Ausland durch. Gemeinsame Förderprogramme mit der Carl-Zeiss-Stiftung sowie der Dr. Wilhelmy-Stiftung unterstützen deutsche Universitäten bei der Berufung von WissenschaftlerInnen aus dem Ausland.

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Agnes Polewka