„Intelligente Einlegesohle soll stockenden Gang von Parkinson Patienten sichtlich verbessern“. Hilde-Ulrichs-Stiftung fördert mit 10.000 Euro Studie des Universitätsklinikum Frankfurt

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Gangstörungen stellen ein zentrales Symptom der Parkinsonerkrankung dar. Sowohl die Einnahme von Parkinson-Medikamenten als auch Physiotherapie können helfen, die Probleme beim Gehen zu reduzieren. Dennoch kann es bei manchen Patienten Momente geben, in denen diese Maßnahmen das Gangbild nicht ausreichend bessern. 

Die Entwicklung von nebenwirkungsarmen, komplementären Therapieoptionen bei Gangstörungen ist daher ein wichtiges Ziel bei der Parkinson Therapie.

Die von PD Dr. Christian A. Kell von der Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Frankfurt geleitete Studie soll daher wissenschaftlich untersuchen, ob sich mit Hilfe einer "intelligenten" Einlegesohle, die Druck, Position und Beschleunigung der Füße misst, das Gangbild von Parkinson Patienten verbessern lässt. Hierzu werden diese Werte mittels künstlicher Intelligenz in Echtzeit analysiert und relevante Signale mittels Vibration der Einlegesohle an den Träger zurückgemeldet. Zudem wird die Veränderung des Gangbilds analysiert. Hierzu gehört auch die Beantwortung der Frage, ob die Vibration der Einlegesohle helfen kann, erkanntes Freezing zu durchbrechen.

Stephanie Heinze, Vorstandsvorsitzende, und Dr. Christian Jung, Wissenschaftsjournalist und Kuratoriums-Mitglied, beide jung an Parkinson erkrankt und auch von diesem Symptom betroffen, begrüßen diesen neuen nichtmedikamentösen Therapieansatz.

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung fördert die für ca 2 Jahre angesetzte Studie mit 10.000 Euro.

Hintergrund-Information:

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung, ist bundesweit eine wichtige Anlaufstelle, bei der Patienten mit Morbus Parkinson eine unabhängige Beratung sowie wesentliche Informationen zum Umgang mit der Krankheit erhalten. Die Stiftung ist die erste private Stiftung in Deutschland, die die Erforschung nichtmedikamentöser Behandlungsmethoden bei Morbus Parkinson fördert. Eine der Stiftungsaktivitäten ist die Vergabe eines mit 10.000 € dotierten Forschungspreises alle zwei Jahre. Darüber hinaus unterstützt sie wissenschaftliche Studien und leistet wichtige Aufklärungsarbeit, um mit der Krankheit mobil zu bleiben.

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE79 5502 0500 0001 5494 00
BIC:    BFSWDE33MNZ

Kontakt

Stephanie Heinze

069 67 77 80 21

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