Implementierung & Evaluation der Notfalldose für mehr Therapiesicherheit und Patientenautonomie - Hilde-Ulrichs-Stiftung fördert Studie mit 7.500 Euro

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Herr Dr. Klietz, Herr Prof. Dr. Wegner und ihr Forschungsteam der Medizinischen Hochschule Hannover wollen mit dieser Studie überprüfen, ob der Einsatz einer Notfalldose Fehlmedikation, Zeitverzögerungen und Übertherapie vermeiden kann. Eine genaue Untersuchung lohnt sich, denn diese Methode ist einfach, kostengünstig und sie wird von vielen Patienten akzeptiert.

Bei Patienten mit Parkinson und atypischen Parkinsonsyndromen kommen oft altersbedingt weitere Erkrankungen hinzu, sodass sie mit mehreren Medikamententherapien gleichzeitig behandelt werden müssen. Wenn dann eine schnelle Krankenhauseinweisung erfolgen muss, erfahren die weiterbehandelnden Ärzte genauso wenig über die bestehende Medikation, über mögliche Allergien oder Begleiterkrankungen. Das kann zu schwerwiegenden Medikations- und Therapiefehlern führen.

Um dies zu vermeiden, wurde das Konzept der Notfalldose ins Leben gerufen. Sie ist deutlich gekennzeichnet und bewahrt wichtige Informationen über die Patienten auf. Die Dose wird in der Kühlschranktür deponiert und es wird mit einem Aufkleber am Kühlschrank (außen) und an der Innenseite der Wohnungstür auf die Notfalldose hingewiesen. Rettungskräfte erhalten somit schnell und effektiv wichtige Informationen über den Patienten.

„Durch unser Engagement in der Kampagne „Letzte Ausfahrt Krankenhaus“ wissen wir, wie wichtig Konzepte wie diese sind. Sie helfen, wichtige Informationslücken zu schließen und damit sogar lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden.“ sagt May Evers, Kuratoriums-Mitglied und Patientenvertreterin der Hilde-Ulrichs-Stiftung. Die Stiftung fördert die Studie mit 7.500 Euro.

Mit der Validierung dieses Versorgungskonzeptes im Bereich der neurologischen Erkrankungen wird ein Modell geschaffen, welches auch für andere Patienten mit geriatrischer Multimorbidität und insbesondere unter Polypharmakotherapie wichtig sein kann.

Hintergrund-Information:

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung, bietet Patienten mit Morbus Parkinson eine unabhängige Beratung. Als erste private Stiftung in Deutschland, die die Erforschung nichtmedikamentöser Behandlungsmethoden bei Morbus Parkinson fördert, vergibt sie alle zwei Jahre einen mit 10.000 € dotierten Forschungspreis. Die Hilde-Ulrichs-Stiftung ist Mitglied im Parkinson-Bund, einem Zusammenschluss von Organisationen, die sich mit der Kampagne Letzte Ausfahrt Krankenhaus für eine bessere Versorgung von Patienten mit Parkinson einsetzt.

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE79 5502 0500 0001 5494 00

http://www.parkinsonweb.com

Kontakt

May Evers

069 67 77 80 21 (Stiftungsbüro)

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