Hilde-Ulrichs-Stiftung fördert Studie der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz mit 10.000 Euro

Kommunikation bestimmt unser Leben und ermöglicht unsere sozialen Kontakte. Aber was passiert, wenn wir nicht mehr gut sprechen können und kaum noch zu verstehen sind? Inbesondere Parkinsonpatienten leiden unter Sprechstörungen (Dysarthrie). Ziel der Studie ist es, die Dysarthrien bei den verschiedenen Parkinsonsyndromen besser zu verstehen und voneinander unterscheiden zu können.

„Parkinsonpatienten leiden nicht nur unter Zittern und Einschränkungen ihrer Beweglichkeit, sondern häufig auch an einer Sprechstörung“  so Vorstandsvorsitzende Stephanie Heinze, die selbst seit 12 Jahren an Parkinson erkrankt ist und um die Nöte der Patienten weiß, deren Stimme lautlos geworden ist. 

Bei vielen Betroffenen führt die Dysarthrie nicht nur zu Beeinträchtigungen in der Kommunikation und im Alltag, sondern auch zu sozialem Rückzug, verminderter Teilhabe, Stimmungstief und reduzierter Lebensqualität. Daher ist es wichtig, die Dysarthrie bei Parkinsonpatienten, insbesondere bei Patienten mit atypischen Parkinsonsyndromen (z.B. MSA, PSP), besser zu verstehen.

Ziel der Studie, die an den Standorten Mainz, Berlin und Bochum in Kooperation mit dem Institut für Phonetik der LMU München durchgeführt wird, ist eine Charakterisierung der Sprechstörung bei Patienten mit idiopathischem oder atypischem Parkinsonsyndrom. Diese Kenntnisse sollen eine frühere Diagnose der Sprechstörung ermöglichen. Da sich die Dysarthrie bei den verschiedenen Parkinsonformen unterscheidet, könnte die Untersuchung in Zukunft auch bei der Diagnosestellung des Parkinsonsyndroms selbst hilfreich sein. Das Kuratorium der Hilde-Ulrichs-Stiftung unterstützt Dr. Dresel und Team und fördert die Studie „Dysarthrie-Diagnostik bei idiopathischen & atypischen Parkinson-Syndromen“ mit 10.000,00 Euro.

Hintergrund-Information:

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung ist bundesweit eine wichtige Anlaufstelle, bei der Patienten mit Morbus Parkinson eine unabhängige Beratung sowie wesentliche Informationen zum Umgang mit der Krankheit erhalten. Die Stiftung ist die erste private Stiftung in Deutschland, die die Erforschung nichtmedikamentöser Behandlungsmethoden bei Morbus Parkinson fördert. Eine der Stiftungsaktivitäten ist die Vergabe eines mit 10.000 € dotierten Forschungspreises alle zwei Jahre. Darüber hinaus unterstützt sie wissenschaftliche Studien und leistet wichtige Aufklärungsarbeit, um mit der Krankheit mobil zu bleiben. Die Stiftung ist Mitglied im Parkinson-Bund, einem Zusammenschluss von Organisationen, die sich für eine bessere Versorgung von Patienten mit Parkinson einsetzt.


Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft 
IBAN: DE79 5502 0500 0001 5494 00
BIC: BFSWDE33MNZ

Kontakt

Stephanie Heinze

069 67 77 80 21

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