Hervorragendes Ergebnis 2019 sichert Projektarbeit in bewegten nächsten Jahren

  • Erfreuliche Vermögensperformance: 9,6 % im Jahr 2019
  • Demokratie stärken – mit neuer Geschäftsführerin wichtige Initiativen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt entwickeln
  • Gehirn erforschen – Forschungs-Exzellenz weiter ausbauen


Frankfurt am Main, 15. April 2020. Fast 26 Mio. Euro hat die Gemeinnützige Hertie-Stiftung als eine der größten unternehmensunabhängigen Stiftungen Deutschlands 2019 für die Förderung gemeinnütziger Projekte aufgewendet. Auch für das Jahr 2020 und die abzusehend schwierige Zeit ist die Stiftung hervorragend aufgestellt: Mit einer Performance von 9,6 % profitierte sie 2019 von dem freundlichen globalen Kapitalmarktumfeld. Auch der Blick auf die vergangenen zehn Jahre zeigt einen durchschnittlichen Ertrag von 6 %, wodurch eine beständige Verwirklichung des Stiftungszwecks auch in den nächsten Jahren möglich sein sollte.

„Auf diesem starken Fundament können wir unsere Arbeit auch zukünftig in vollem Umfang fortführen: zukunftsweisende Ideen umsetzen, Spitzenforschung stärken und einen demokratischen Diskurs in der Öffentlichkeit fördern“, sagt Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts 2019. Die Gelder fließen aktuell in rund 20 Projekte innerhalb der beiden Leitthemen „Gehirn erforschen“ und „Demokratie stärken”.

Neue Akzente im Demokratiebereich durch Wechsel in der Geschäftsführung
Für die Weiterentwicklung des Bereiches „Demokratie stärken“ konnte die renommierte Wirtschafts- und Politikjournalistin Elisabeth Niejahr gewonnen werden. Sie wird neue Akzente setzen mit Projekten zur Kommunalpolitik und gegen Antisemitismus. Durch neue Gesprächs- und Informationsformate soll ein lebendiger und konstruktiver Austausch gestärkt und der gesellschaftliche Zusammenhalt gefördert werden. „Unser Arbeitsgebiet ‚Demokratie stärken‘ ist so aktuell und wichtig wie nie. Wir leisten einen Beitrag dafür, dass demokratische Werte wie Pluralismus, Respekt vor Andersdenkenden, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit nicht nur gefordert, sondern im Alltag auch praktiziert werden“, so Frank-Jürgen Weise.

Initiativen für gesellschaftlichen Zusammenhalt
2019 konzipiert und Anfang 2020 gestartet ist MITWIRKEN - das Hertie-Förderprogramm für gelebte Demokratie. Dabei werden Projekte, Initiativen und Organisationen mit Workshops, Beratungen sowie Fördergeldern unterstützt. Gesucht sind Ideen zur Stärkung des demokratischen Miteinanders in unserer Gesellschaft, der Vielfalt oder dem Dialog zwischen Bürgern und der Politik. Mit Fokus auf die junge Generation hat sich die Hertie-Stiftung 2019 digitaler aufgestellt und u.a. die Social-Media-Jahreskampagne „#Generation Grenzenlos – 30 unter 30“ aufgesetzt. Anlässlich des 30. Jahrestags von Mauerfall und Wiedervereinigung werden auf dem Instagram-Kanal 30 junge Menschen vorgestellt, die ihre Ideen präsentieren, welche Grenzen es heute noch zu überwinden gilt.

Auch die langjährigen Stiftungsprojekte konnten 2019 Erfolge verbuchen: Die Hertie School in Berlin ist nun Teil von CIVICA, einem Zusammenschluss von sechs europäischen Spitzenuniversitäten. Jugend debattiert wird seit August 2019 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und kann dadurch langfristig in der Schullandschaft verankert werden. Die Wirkung der START-Stiftung, die Jugendliche mit Migrationshintergrund fördert, wurde 2019 erneut von PHINEO durch das Wirkt-Siegel bestätigt.

Forschungsexzellenz weiter fördern
Im Bereich „Gehirn erforschen“ hat die Hertie-Stiftung 2019 das Hertie Network of Excellence in Clinical Neuroscience initiiert. In den kommenden drei Jahren werden sechs Forschungsstandorte und die dort ausgewählten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit insgesamt fünf Mio. Euro gefördert. Ziel ist es, die international nur punktuell wettbewerbsfähige medizinische Forschung in Deutschland voranzubringen und den Patienten schneller neue Therapieformen zu ermöglichen. Dieses Exzellenz-Netzwerk für Hirnforschung soll neue Maßstäbe in der translationalen Forschung sowie in der Karriereförderung setzen.

Das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) in Tübingen ist auch 2019 seinem Ruf als einem der modernsten und größten neurowissenschaftlichen Zentren Deutschlands gerecht geworden, etwa mit der bahnbrechenden Erkenntnis von Prof. Mathias Jucker zum frühen Verlauf von Alzheimer oder dem Forschungsprojekt „Rehality“, das mittels virtueller Realität Schlaganfallpatienten helfen soll.

Als einer der größten privaten Förderer im Bereich Multiple Sklerose hat die Hertie-Stiftung im Jahr 2019 rund 1,5 Mio. Euro aufgewendet. Neben der wissenschaftlichen Forschungsförderung und der Unterstützung von MS-Erkrankten ermöglichte sie u.a. Benefizkonzerte in Frankfurt und Stuttgart, deren Einnahmen wiederum in die MS-Forschung fließen.

Überblick im Jahresbericht 2019
Weitere Details aus der Projektarbeit 2019 sowie zur Anlagepolitik und der Bilanz bietet der Jahresbericht 2019, der gedruckt sowie online vorliegt: www.ghst.de/jahresbericht2019

Für Interviews und Fragen steht der Vorstandsvorsitzende, Frank-Jürgen Weise, sowie die Mitglieder der Geschäftsführung gern zur Verfügung.

Über die Gemeinnützige Hertie-Stiftung 
Die Arbeit der Hertie-Stiftung konzentriert sich auf zwei Leitthemen: Gehirn erforschen und Demokratie stärken. Die Projekte der Stiftung setzen modellhafte Impulse innerhalb dieser Themen. Im Fokus stehen dabei immer der Mensch und die konkrete Verbesserung seiner Lebensbedingungen. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung wurde 1974 von den Erben des Kaufhausinhabers Georg Karg ins Leben gerufen und ist heute eine der größten weltanschaulich unabhängigen und unternehmerisch ungebundenen Stiftungen in Deutschland. www.ghst.de 


Kontakt:

Carmen Jacobi
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60323 Frankfurt
Tel. +49 69 660 756 – 155
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