Ergänzung der Grundsätze guter Stiftungspraxis verabschiedet

Foto: David Ausserhofer

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat seinen seit 2006 bestehenden Grundsätzen guter Stiftungspraxis ein neues Kapital mit sechs Grundsätzen voran gestellt sowie zwei weitere Grundsätze erweitert.

Die Ergänzungen waren zunächst von Gremienmitgliedern entworfen, dann von Mitgliedern online diskutiert und schließlich von Vorstand und Beirat einstimmig als Antrag für die  Mitgliederversammlung verabschiedet worden. Auch zwei der drei dazu eingegangenen Änderungsanträge wurden von der Mitgliederversammlung noch aufgenommen. Die Grundsätze finden Sie hier.

Der Vorsitzende des Vorstandes des Bundesverbandes, Prof. Dr. Joachim Rogall, hatte den Prozess vor einem Jahr vorgeschlagen und leitete die Debatte bei der Mitgliederversammlung so ein: „Unsere Demokratie heißt auch, dass nicht jeder sich mit seinen Interessen hundertprozentig durchsetzen kann, aber wir hoffen, dass wir am Ende des Tages ein Ergebnis haben werden, mit dem alle leben können und das uns voran bringt.“ Die Mitgliederversammlung stimmte den Ergänzungen nach einer ausführlichen und leidenschaftlichen Debatte zu, in der von einigen Mitgliedern auch Vorbehalte gegenüber der Selbstverpflichtung im Allgemeinen und Ablehnung einiger der neuen Inhalte im Speziellen zum Ausdruck gebracht wurden.

Das Bekenntnis zu den Grundsätzen guter Stiftungspraxis bleibt freiwillig. In den kommenden Wochen werden alle Mitglieder weitere Informationen online und per Post erhalten, um die erweiterten Grundsätze in ihren Gremien diskutieren zu können.