E-Mobilitätslösungen für Subsahara-Afrika – Siemens Stiftung veröffentlicht ihren ersten Reader

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Elektromobilität wird weltweit als Technologie der Zukunft diskutiert. Subsahara-Afrika kann dabei Vorreiter beim Sprung in eine klimafreundliche Mobilitätszukunft sein.

In Afrika wächst eine lokale Elektromobilitäts-Szene mit gewaltigem Potenzial für nachhaltige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung

Steigende Bevölkerungszahlen, rasante Urbanisierung und die unzureichende Anbindung ländlicher Gebiete bedeuten für die Bevölkerung und den Transportsektor auf dem afrikanischen Kontinent tagtäglich eine enorme Herausforderung. Gleichzeitig bieten die klimatischen Bedingungen der Region die großartige Chance, direkt in eine klimafreundliche Mobilitätszukunft zu wechseln. Einen Einblick in den Elektromobilitätssektor für das ländliche Subsahara-Afrika gibt nun der heute veröffentlichte Reader der Siemens Stiftung: „E-Mobility Solutions for Rural Sub-Saharan Africa: Leveraging Economic, Social and Environmental Change“.

Die Siemens Stiftung kooperiert seit einiger Zeit eng mit afrikanischen Start-ups und Sozialunternehmen, die an passgenauen Lösungen für den unmittelbaren Wechsel in einen nachhaltigen Mobilitätssektor arbeiten: Der Umbau der allgegenwärtigen Transportmotorräder in Elektromotorräder, der lokale Bau von Elektro-Lastenfahrrädern oder der Wechsel von Benzin-Fischerbooten zu strombetriebenen Booten sind Beispiele für diesen innovativen lokalen Aufbruch.

Nun veröffentlicht die Stiftung einen Reader, der derzeit verfügbare Technologien und dazu passende Business-Modelle für Unternehmen vorstellt. Verlässliche Daten und Experteninterviews ergänzen die aktuelle Darstellung der vielfältigen Anforderungen in dieser Region.

Das Engagement der Siemens Stiftung fokussiert auf den ländlichen Raum

Für die Stiftung steht die Umsetzbarkeit der Elektromobilität für Kleingewerbe, Handel und Landwirtschaft im ländlichen Afrika im Fokus. „Das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 ist untrennbar mit funktionierenden Transportsystemen für Menschen und Waren verknüpft. Im Kampf gegen Armut und Hunger, gegen Luft- und Wasserverschmutzung können leichte und robuste Elektrofahrzeuge eine entscheidende Rolle spielen“, so Rolf Huber, Geschäftsführender Vorstand der Siemens Stiftung.

Gleichzeitig schaffen die lokale Produktion der Fahrzeuge und die lokale Erzeugung erneuerbarer Energien mit der notwendigen Ladeinfrastruktur Arbeitsplätze und eröffnen neue, zukunftsträchtige und wirtschaftlich nachhaltige Perspektiven für die Bevölkerung.

Elektromobilitätslösungen zusammengefasst in einem Reader

Die innovativen technischen Lösungen und ihre Geschäftsmodelle, die teilweise auch auf Verleihmodellen und Kreislaufwirtschaft beruhen, benötigen jedoch passende regulatorische und politische Rahmenbedingungen. Hier verbindet die Siemens Stiftung vor Ort Institutionen und Start-ups, Universitäten und Behörden. Der nun vorliegende Reader ist auch ein Ergebnis der Innovationskonferenz „Spotlight on E-Mobility“, die Ende 2019 in Kisumu/Westkenia stattfand. Der Reader soll die große Nachfrage nach einer Bestandsaufnahme derzeitiger rentabler, nachhaltiger Geschäftsmodelle und technischer Lösungen für eine emissionsfreie Zukunft befriedigen. Hier sind die technischen Fakten und Daten zur Mobilitätssituation in Subsahara-Afrika zusammengetragen – er spiegelt auch den ungeheuren Innovationswillen der Menschen in der Region wider und lässt zugleich die Nutzerinnen und Nutzer der innovativen Lösungen zu Wort kommen.

Den vollständigen Reader können Sie hier lesen und/oder downloaden.

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