"Diätische Beeinflussung des Mikrobioms bei der Parkinson Krankheit" Die Hilde-Ulrichs-Stiftung fördert Ernährungsstudie mit 10.000 Euro

Traditionell wird die Parkinson Erkrankung als eine Krankheit des Gehirns betrachtet. In den vergangenen Jahren haben sich allerdings die Anzeichen verdichtet, dass der Verdauungstrakt bereits betroffen sein könnte, noch bevor Störungen in den dopaminergen Nervenzellen des Gehirns auftreten. Tatsächlich finden sich in den Nervenzellen des Darms die gleichen pathologischen Veränderungen wie in denen des Gehirns, sodass inzwischen manche Forscher dem Darm sogar eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Parkinson Erkrankung zusprechen. Demzufolge könnten Veränderungen im Mikrobiom des Dickdarmes auch einen Einfluss auf Erkrankungen des zentralen Nervensystems nehmen.

In diesem Rahmen unterstützt die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung eine Studie des Universitätsklinikums Bonn mit 10.000 Euro.  Mit Hilfe dieser Förderung wird untersucht, ob eine mehrwöchige Diät (bestehend aus faser- und ballaststoffreicher Nahrung sowie Einnahme eines Probiotikums) zu Veränderungen im Mikrobiom von Parkinson Patienten führt und somit möglicherweise den Verlauf der Erkrankung beeinflussen könnte.

Neben regelmäßiger Sport-, Bewegungs- und Kreativtherapie könnte mit dem Ergebnis der Studie aufgeführt werden, wie wichtig es ist gerade für Menschen mit Morbus Parkinson ist, sich gesund zu ernähren. Das Studienergebnis wird Anfang 2020 vorliegen.

Hintergrund-Information zur Hilde-Ulrichs-Stiftung:

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung, ist bundesweit eine wichtige Anlaufstelle, bei der Patienten mit Morbus Parkinson eine unabhängige Beratung sowie wesentliche Informationen zum Umgang mit der Krankheit erhalten. Die Stiftung ist die erste private Stiftung in Deutschland, die die Erforschung nichtmedikamentöser Behandlungsmethoden bei Morbus Parkinson fördert. Eine der Stiftungsaktivitäten ist die Vergabe eines mit 10.000 € dotierten Forschungspreises alle zwei Jahre. Darüber hinaus unterstützt sie wissenschaftliche Studien und leistet wichtige Aufklärungsarbeit, um mit der Krankheit mobil zu bleiben.

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE79 5502 0500 0001 5494 00
BIC:    BFSWDE33MNZ

Kontakt

Stephanie Heinze

069 67 77 80 21

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