Deutschlands nachhaltigste Städte ausgezeichnet

Osnabrück, Aschaffenburg und Bad Berleburg sind die Sieger des Wettbewerbs um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden 2019 - und erhalten damit von der Allianz Umweltstiftung ein Preisgeld von jeweils 30.000 Euro. In den vergangenen Tagen wurden die Auszeichnungen direkt in den jeweiligen Kommunen überreicht.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden

Bereits zum achten Mal wurden 2019 die bundesweiten Vorreiter der kommunalen Nachhaltigkeit mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden ausgezeichnet. Den drei Siegerstädten stellt die Allianz Umweltstiftung ein Preisgeld von jeweils 30.000 Euro für Nachhaltigkeitsprojekte zur Verfügung. Um alle Beteiligten und Interessierten vor Ort am Erfolg teilhaben zu lassen, fanden die Preisverleihungen direkt in den jeweiligen Siegerstädten statt.

Der Wettbewerb um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, der Allianz Umweltstiftung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Aschaffenburg – Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe

Den Anfang der "Preisverleihungs-Tour" machte am Freitag den 11. Oktober das bayerische Aschaffenburg, das als Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe ausgezeichnet wurde. Im voll besetzten Stadttheater nahm Oberbürgermeister Klaus Herzog die Auszeichnung entgegen. Unter den 500 Gästen waren viele, die im Ehrenamt, in den städtischen Ämtern und der Politik mitgewirkt hatten, den Preis zu gewinnen.

Prof. Dr. Günther Bachmann, Vorsitzender der Wettbewerbsjury und Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, erläuterte in seiner Laudation: "Aschaffenburg überzeugte die Jury durch die Art, wie Klimaschutz und Ressourcenschonung kontinuierlich und entschlossen verfolgt werden. Auch beim Thema Integration ist die Stadt mit Berufsintegrationsklassen und ehrenamtlichen Sprach- und Kulturvermittlern für Geflüchtete sehr gut aufgestellt. Auch das gehört für uns zur Nachhaltigkeit."

Anschließend überreichte Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, symbolisch das Preisgeld. "Dieser Preis gehört allen unseren Bürgerinnen und Bürgern," sagte der OB dann ans Publikum gerichtet und verriet, dass das Preisgeld nach ersten Überlegungen für die Anschaffung eines Elektroautos und den Bau einer Ladestation für ein Car-Sharing-Projekt verwendet werden soll.

Bad Berleburg – Deutschlands nachhaltigste Kleinstadt

Am Sonntag den 13. Oktober war das nordrhein-westfälische Bad Berleburg an der Reihe: Im Rahmen des traditionellen Brotmarktes überreichte Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, die Auszeichnung an Bürgermeister Bernd Fuhrmann. "Ich freue mich sehr, dass Bad Berleburg mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wird. Die Stadt zeigt, wie Nachhaltigkeit ganzheitlich umgesetzt werden kann," so Heinen-Esser.

Fuhrmann betonte in seiner Dankesrede den partizipativen Ansatz der Kleinstadt: "Wir verstehen Nachhaltigkeit als oberstes Ziel für unser Handeln und ziehen an einem Strang." Die Auszeichnung sei für die verschiedenen Akteure der Stadt eine "große Motivation, so engagiert weiterzumachen." Mit dem Preisgeld der Allianz Umweltstiftung in Höhe von 30.000 Euro plant Bad Berleburg weitere Maßnahmen zur Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung. Welche genau dies sein werden, wird die Stadt in enger Abstimmung mit der Allianz Umweltstiftung entscheiden.

Osnabrück – Deutschlands nachhaltigste Großstadt

Schließlich folgte am Montag den 14. Oktober die Preisverleihung in Osnabrück, wo Oberbürgermeister Wolfgang Griesert im Friedenssaal des Rathauses den Preis entgegennahm. Die Verpflichtung, als Friedensstadt das Thema Nachhaltigkeit ins Zentrum städtischen Handelns zu stellen und strategisch zu untermauern, war die zentrale Botschaft des OB bei seiner Rede vor etwa 90 Gästen: "Verantwortung für das friedliche Zusammenleben auch zukünftiger Generationen zu übernehmen, ist für uns gelebte Nachhaltigkeit."

Das Preisgeld von 30.000 Euro möchte die Stadt Osnabrück nutzen, um in den kommenden zwei Jahren Kindergärten und Schulen verschiedene Angebote zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität zu entwickeln. Damit sollen möglichst viele Kindergartenkinder und Schüler mit ihren Familien erreicht werden. Ein Vorhaben, das auch Dr. Spandau begrüßte. "Nachhaltige Mobilität ist einer der Schlüssel zu einer lebenswerten Zukunft - und Kinder sowie Jugendliche sind unsere Zukunft. Wir freuen uns, dass das Preisgeld der Allianz Umweltstiftung somit doppelt zukunftsweisend eingesetzt wird," so der Stiftungsvorstand.

Die Sieger im Einzelnen:

Unter folgenden Links finden Sie ausführlichere Informationen zu Deutschlands nachhaltigsten Städten 2019:
-> Osnabrück
-> Aschaffenburg
-> Bad Berleburg