Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung 2019: Die Gewinner stehen fest!

100 Schulen aus ganz Deutschland hatten sich um den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung 2019 beworben. Nun stehen die Gewinner fest: Schulen in Berlin, Bonn, Gladbeck, Mönchengladbach und Wörth am Rhein (Rheinland-Pfalz) dürfen sich über jeweils 10.000 Euro Preisgeld freuen. Zusätzlich warten eine festliche Preisverleihung und ein Besuch im Bundeskanzleramt auf die Siegerteams!

100 Bewerbungen

Auch diesmal kannte die Phantasie von Schülern und Lehrern zum Thema Klimaschutz keine Grenzen: 100 Teams mit insgesamt über 6.000 aktiven Schülerinnen und Schülern nahmen an dem zum elften Mal ausgelobten und mit 65.000 Euro dotierten Schulwettbewerb um den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung teil. Energiesparmaßnahmen an Schulgebäuden oder Klima-Unterricht von Schülern für Schüler fanden sich ebenso unter den Einsendungen, wie Aktionstage, Dokumentarfilme oder Informationskampagnen zum Klimaschutz.

Aus allen Einsendungen schafften es 20 Beiträge in die Endrunde und am 27. Februar ermittelte die Wettbewerbsjury daraus die Gewinner der fünf mit jeweils 10.000 Euro dotierten Hauptpreise. Doch auch die 15 anderen Beiträge, die es in die Top 20 geschafft hatten, dürfen sich freuen: Sie erhalten einen Anerkennungspreis von jeweils 1.000 Euro.

Zum Klimaschutz motivieren

Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, freute sich über das Ergebnis der Jurysitzung: "Unser Wettbewerb zeigt, dass sich Schülerinnen und Schüler nicht nur auf Freitags-Demos für den Klimaschutz einsetzen, sondern im Unterricht und darüber hinaus auch selbst aktiv werden. Wir gratulieren den Gewinnern und hoffen, dass ihre vorbildlichen Projekte auch andere Schulen zu Aktivitäten im Klimaschutz motivieren."

Und die Gewinner sind …

Folgende Projekte, Teams bzw. Schulen Schulen erhalten einen Hauptpreis von jeweils 10.000 Euro:

  • das Robert-Havemann-Gymnasium Berlin für seine vielfältigen Klimaschutz-Aktivitäten
  • die Schülerfirma 7Werker der Siebengebirgsschule in Bonn für ihre Klimaschutz-Projekte
  • das Projekt "Mit Spaß und Freude im Übergang Schule zum Beruf" der Erich-Fried-Hauptschule in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) für Entwicklung und Bau eines Schul-Energiegartens
  • die Bischöfliche Marienschule in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) für ihr Projekt "Cool down and survive"
  • die Integrierte Gesamtschule in Wörth am Rhein (Rheinland-Pfalz) für ihre Klimaschutz-Aktivitäten und die Projekttage Nachhaltigkeit.

Folgende Schulen, Teams bzw. Projekte erhalten Anerkennungspreise von jeweils 1.000 Euro:

  • die Umweltgruppe Generoso der Robert-Schumann-Schule in Baden-Baden (Baden-Württemberg) für ihre Klimaschutz-Aktivitäten
  • die Klassen 10c und 10d der Kopernikus-Realschule in Bad Mergentheim (Baden-Württemberg) für ihr Projekt Klimaweg
  • die Gesamtschule Brüggen (Nordrhein-Westfalen) für ihre Klimaschutz-Aktivitäten
  • die UNESCO-AG Umweltchecker der Astrid-Lindgren-Schule in Edewecht (Niedersachsen) für ihr Projekt "Wir checken, wie umweltfreundlich unsere Schule ist"
  • der Projektkurs WOKU-Klimaschutzagentur des Gymnasiums an der Wolfskuhle in Essenfür seine Klimaschutz-Aktivitäten
  • das Gymnasium Lerchenfeld in Hamburg für sein Projekt "Think green in different colours – Bildung für Klimaschutz"
  • das Berufliche Gymnasium Technik der Georg-von-Langen-Schule in Holzminden(Niedersachsen) für sein Projekt "Energy Floor – der energieerzeugende Fußboden"
  • die Freiherr-von-Ickstatt-Realschule in Ingolstadt (Bayern) für ihr Projekt "Klimawandel – nein danke"
  • das Klima-Team der Sekundarschule Jülich (Nordrhein-Westfalen) für das Projekt "Klimafreundliche Technik unseres Schulgebäudes"
  • das Team "Wir Klimaretter" des Gymnasiums Lilienthal (Niedersachsen) für sein Projekt "Klima im Wandel"
  • die Klasse 8a der Geschwister-Scholl-Realschule in Mannheim (Baden-Württemberg) für ihr Projekt "Unterricht mal anders"
  • die Klimascouts der Emile-Montessori-Schule in Neubiberg (Bayern) für ihr Projekt "Gemeinsam für ein besseres Klima"
  • das Gymnasium Johanneum in Ostbevern (Nordrhein-Westfalen) für sein Klimaschutz- und Umweltmanagement
  • der Profilkurs EnerGSG des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Pulheim (Nordrhein-Westfalen) für seine Klimaschutz-Aktiviäten
  • die Gruppe Nachhaltigkeit des Kuniberg Berufskollegs in Recklinghausen für ihre Klimawoche 2018.

Die fünf Hauptgewinner im Einzelnen:

Robert-Havemann-Gymnasium Berlin

Das Robert-Havemann-Gymnasium in Berlin wird für seine langjährigen und umfangreichen Klimaschutz-Aktivitäten ausgezeichnet. Ob Unterrichtsprojekte zu energiesparender Beleuchtung und Heizungssteuerung, IT-Projekte zum Klimaschutz, Solar-, Windkraftanlage und Solartankstelle oder die Ausbildung von Energiemanagern - das Klimaschutz-Engagement der Schule zeigt eine große Bandbreite. Zusätzlich ist in den ehemaligen Werkstätten der Schule ein Energiezentrum eingerichtet, in dem Energieunterricht für andere Schulen sowie Lehrerfortbildungen angeboten werden, an denen auch die Schüler des Gymnasiums beteiligt sind.

Siebengebirgsschule Bonn

Die Siebengebirgsschule in Bonn ist eine Förderschule mit Schwerpunkt „Lernen, emotionale und soziale Entwicklung sowie Sprache“. Ausgezeichnet werden die Klimaschutz-Projekte der Schülerfirma „7Werker“. Zunächst arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an der Optimierung der Heizungssteuerung, aktuell errichten sie mit Hilfe ihrer Lehrer eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Schuldach. Das Besondere: Die Finanzierung der Klimaschutz-Aktivitäten erfolgt durch den Verkauf selbst hergestellter Recycling-Produkte, wie zum Beispiel einer Tisch-Bank-Garnitur, die aus alten Terrassendielen gefertigt wird.

Erich-Fried-Hauptschule Gladbeck

In der Erich-Fried-Hauptschule in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) lernen Schülerinnen und Schülern aus 15 Nationen, viele davon aus einkommensschwachen Haushalten. Die Schule wird für ihr Projekt "Mit Spaß und Freude im Übergang Schule zum Beruf" ausgezeichnet, bei dem Schüler-AGs mit Unterstützung durch Senior-Experten - ehrenamtlich engagierte ehemalige Bergleute - ein Hybridkraftwerk aus Fotovoltaik-Modulen und einer Windturbine sowie ein Modell-Pumpspeicherkraftwerk erdachten und bauten. Die Jury freute sich besonders über die erfolgreiche Vermittlung der beteiligten Schüler in Lehrstellen oder an weiterführende Schulen.

Bischöfliche Marienschule in Mönchengladbach

Die Bischöfliche Marienschule Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) ist ein katholisches Gymnasium in Trägerschaft des Bistums Aachen und wird für ihr Klimaschutz-Projekt "Cool down and survive" ausgezeichnet. Die Entwicklung einer Fahrrad-App zur schnellen und sicheren Fahrt in die Schule zählt ebenso zu den ersten umgesetzten Klimaschutz-Maßnahmen, wie die Einführung eines Schulpfandbechers oder die Gründung von Klassen-Klimateams, die sich um Müllvermeidung und energiesparendes Lüften kümmern.

Integrierte Gesamtschule in Wörth am Rhein

Die Integrierte Gesamtschule in Wörth am Rhein (Rheinland-Pfalz) ist seit mehr als 15 Jahren im Klimaschutz aktiv und hat seitdem zahlreiche Klimaschutz- und Energiesparmaßnahmen umgesetzt. Besonders lobte die Jury die 2018 durchgeführten Projekttage zur Nachhaltigkeit, bei denen die verschiedenen Klassenstufen zunächst unterschiedliche Umwelt-und Klimaschutzthemen aufbereiteten und diese dann mit Infoständen und Mitmachaktionen auf einem "Marktplatz der nachhaltigen Möglichkeiten" der Öffentlichkeit präsentierten.

Jury

Die Jury setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

  • Prof. Dr. Günter Bachmann, Generalsekretär des Rates für nachhaltige Entwicklung (Juryvorsitz)
  • Marie-Luise Beck, Geschäftsführerin Deutsches Klima-Konsortium e. V.
  • Elise Fleer, Arved Fuchs Expeditionen
  • Robert Hennies, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  • Jeannine Mursall, Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V.
  • Dr. Lutz Spandau, Vorstand Allianz Umweltstiftung
  • Angelika Stolecki, Schülerin Gymnasium Marne (Preisträger 2018)
  • Thomas von Arps-Aubert, Lehrer Berufliche Schule Uferstraße, Hamburg (Preisträger 2018).

Preisverleihung neben dem Brandenburger Tor und Besuch im Bundeskanzleramt

Die Preisverleihung findet am 17. Mai 2019 abends im Allianz Forum am Pariser Platz in Berlin statt – direkt neben dem Brandenburger Tor! Vormittags sind die Siegerteams im Bundeskanzleramt zu Gast, wo Ihnen Kanzleramtsminister Dr. Helge Braun persönlich zu ihren Auszeichnungen gratulieren wird.

Klimapreis

Mit dem Deutschen Klimapreis will die Allianz Umweltstiftung das aktive Klimaschutz-Engagement von Schulen auszeichnen. Er wird jährlich verliehen und soll Schüler wie Lehrer dazu motivieren, sich dem wichtigen Thema Klimaschutz mit Freude und positivem Engagement zu widmen. Der Deutsche Klimapreis der Allianz Umweltstiftung besteht aus fünf gleichwertigen Auszeichnungen, die mit jeweils 10.000 Euro dotiert sind. Zusätzlich erhalten alle weiteren Beiträge, die es unter die Top 20 schaffen, einen Anerkennungspreis von jeweils 1.000 Euro.