Der Mönchengladbacher Mediziner Michael Hertl scheidet aus dem Beirat der Kind-Philipp-Stiftung aus

Foto: privat
Fast fünfzig Jahre gehörte Prof. Dr. Michael Hertl dem Beirat der Kind-Philipp-Stiftung an. Jetzt hat der Mediziner sein Mandat aus Altersgründen niedergelegt.

Noch in den 1970er Jahren galt Leukämie bei Kindern als unheilbar, heute ist die Prognose gut: Fast 90 Prozent der erkrankten Kinder werden geheilt. Entscheidenden Anteil an dieser positiven Entwicklung hat Michael Hertl, der sich nicht nur als langjähriger Chefarzt der Kinderklinik des Krankenhauses „Maria von den Aposteln“ in Mönchengladbach, sondern auch im Rahmen der Kind-Philipp-Stiftung für Leukämieforschung gegen Krebs engagiert hat.

Die Stiftung wurde 1972 von Walter Reiners errichtet, dessen Sohn Philipp im Alter von nur 14 Jahren an Leukämie verstorben war. Mit der Stiftung wollte Reiners dazu beitragen, anderen Familien das Leid zu ersparen, ein Kind an die Krankheit zu verlieren. Michael Hertl - zuvor Philipps behandelnder Arzt - begleitete die Stiftungserrichtung intensiv. Seit Gründung der Stiftung gehörte er dem Stiftungsbeirat an, zwischen 1980 und 2017 übernahm er als Vorsitzender des Gremiums Verantwortung. In dieser Zeit prägte Michael Hertl das Förderprogramm der Stiftung maßgeblich - seit 2012 adressiert dieses das gesamte Gebiet der pädiatrischen Onkologie und umfasst die Vergabe des renommierten Kind-Philipp-Preises für pädiatrisch-onkologische Forschung, die Förderung nationaler und internationaler Expertentreffen sowie die Unterstützung junger, wissenschaftlich interessierter Medizinerinnen und Mediziner in der Promotions- und Postdoc-Phase.

Jan Reiners, ältester Sohn des Stifters und Bruder von Philipp, übernahm im Jahr 2017 den Beiratsvorsitz. Michael Hertl blieb der Stiftung als Mitglied des Beirates erhalten und begleitete bis heute alle Förderentscheidungen mit großer Sachkenntnis und Weitsicht. „Nach dem Tod meines Vaters im Jahr 1980 übernahm Michael Hertl den Vorsitz und setzte die Profilbildung der Stiftung ganz im Sinne des Stifters fort“, erinnert sich Jan Reiners. „Michael Hertls Forschung zur kindlichen Leukämie, seine wertvollen Impulse für die Kind-Philipp-Stiftung, aber auch seine Empathie und hohe ärztliche Kompetenz verdienen allerhöchste Anerkennung. Auch dank seines Engagements hat die Stiftung ihr Renommee als große, private Fördereinrichtung der Kinderonkologie in Deutschland erworben. Dafür danken wir ihm sehr.“

Kind-Philipp-Stiftung
Die Kind-Philipp-Stiftung ist eine gemeinnützige nichtrechtsfähige Stiftung unter dem Dach des Stifterverbandes. Die Stiftung fördert die Erforschung von Leukämie- und Krebserkrankungen im Kindesalter. Im Rahmen ihres Förderprogramms arbeitet sie eng mit der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) zusammen. Der Schwerpunkt der Kind-Philipp-Stiftung liegt in der Förderung von herausragenden, innovativen Forschungsarbeiten, der Unterstützung von exzellenten (Nachwuchs-)Wissenschaftlern und der Etablierung von Plattformen für einen intensiven fachlichen Austausch, auch auf internationaler Ebene. Seit 1972 verleiht die Stiftung jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Kind-Philipp-Preis für die beste wissenschaftliche Arbeit deutschsprachiger Autoren zur Erforschung von Leukämie und Krebs bei Kindern.

http://www.kind-philipp-stiftung.de

Für weitere Informationen:

Dr. Marilen Macher
Leiterin des Teams „Wissenschaft und Umwelt"“
Deutsches Stiftungszentrum
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