Corona-Nothilfe der Karl Kübel Stiftung erreichte 130.000 Menschen

Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

Die Corona-Pandemie stellt die Menschen in Entwicklungsländern vor enorme Herausforderung. „Vor allem in den städtischen Slums ist die Not groß, besonders hart trifft es Kinder“, sagt Ralf Tepel, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie. Die Stiftung handelte schnell und erreichte mit ihrer Nothilfe bislang rund 130.000 Menschen in Indien und auf den Philippinen. Aber weitere Hilfe ist dringend nötig!

Durch die Ausgangssperre in den vergangenen Wochen war es für die Menschen in Indien und auf den Philippinen unmöglich, Einkommen zu erwirtschaften und ihre Felder zu bestellen. Damit die Familien nicht hungern mussten, hatte die Versorgung mit Nahrungsmitteln, wie z.B. Reis, Nudeln und Trockenfisch, für die Karl Kübel Stiftung oberste Priorität. Außerdem wurden in den Projektgebieten Hygieneartikel verteilt und die Menschen darin geschult, sich vor dem Corona-Virus zu schützen.

Projektpartner schafften kurzfristig Arbeitsplätze

Wo möglich, versuchten Projektpartner kurzfristig Arbeitsplätze zu schaffen. So nähten Frauen in einem Projekt in Tamil Nadu (Südindien) Tausende Mundschutzmasken, in einem anderen Projekt stellten sie Seife her, die an die Bevölkerung verteilt wurde. Auch Kinder, die durch Projekte der Stiftung in der Schule gelernt hatten, wie wichtig Händewaschen ist, gaben ihr Wissen weiter. „Ich habe meinen Eltern gezeigt, wie sie sich die Hände waschen müssen und sie so vor Corona geschützt“, erzählt Navya stolz.

Während bei der Achtjährigen wochenlang die Schule ausfiel, hatten andere Kinder mehr Glück: Sie konnten während des Lockdowns an einer „Summer Class“ der Partnerorganisation SIED teilnehmen und unter freiem Himmel lernen. Andere profitieren von Homeschooling-Aktionen per WhatsApp in den Projektgebieten. Für Millionen Kinder bedeutete der Lockdown jedoch: keine Schule und Hunger. Laut der im Juni 2020 erschienenen Unicef-Studie „Lives Upended. How COVID-19 threatens the futures of 600 million South Asian children“ bedroht die Corona-Krise das Leben und die Zukunft von 600 Millionen Kindern in ganz Südasien. Kinder sind möglicherweise weniger anfällig für das Virus, aber sie sind stark von den Folgen der Pandemie betroffen.

So hat die Krise, wie in vielen anderen Ländern, auch grundsätzliche Probleme und Defizite im Gesundheits- und Sozialsystem aufgedeckt. Mangelernährung und andere Krankheiten würden bei Kindern zunehmen, da die Gesundheitseinrichtungen überfordert seien und sich oftmals auf das Behandeln von Corona-Infizierten konzentrierten, heißt es in der Studie. Vor diesem Hintergrund ist es äußerst wichtig, dafür zu sorgen, dass Kinder schnell wieder gut und ausreichend ernährt werden. 

Küchengärten und Tierhaltung helfen in der Corona-Zeit

Die Karl Kübel Stiftung fördert seit langem Projekte, die Familien ein gesichertes Einkommen ermöglichen. Küchengärten oder Tierhaltung erweisen sich gerade jetzt in der Corona-Zeit als ideal, um Gemüse ernten und damit Geld verdienen zu können. „Während des Lockdowns konnten die Nachbarn Eier aus meiner Geflügelzucht kaufen. Sie hatten wichtige Nahrungsmittel und ich etwas Geld, eine perfekte Win-Win-Situation“, sagt Sunita Ramesh Chavan.

Ziel ist es, weitere Familien in Indien und auf den Philippinen zu unterstützen, damit sie diese schwere Zeit überstehen und ihre Kinder ausreichend ernähren können. Hilfe wird auch im Gesundheits- und Bildungsbereich benötigt, damit weitere Homeschooling-Maßnahmen umgesetzt werden können und die Menschen sich nicht mit dem Corona-Virus infizieren. Der Projektpartner NMCT in Südindien plant z.B., Kinder und Erwachsene zu Ernährungs- und Gesundheitsthemen zu schulen. Darüber hinaus ist ein Projekt zur Seifenherstellung geplant. Es trägt nicht nur zu besserer Hygiene und damit zu einem Schutz vor Corona bei, sondern es ermöglicht auch Frauen ein Einkommen und somit ihren Kindern eine gute Ernährung. Um noch mehr Menschen helfen zu können, ist die Karl Kübel Stiftung auf Unterstützung angewiesen. Helfen Sie mit!

Kontakt

Karin Klostermann

06251 700562

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